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Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
Fünftes Buch

34. Noch genauer wird gezeigt, daß Isaias die wahre Gottheit des Sohnes gelehrt habe. Die Arglist der Irrlehrer, die das leugnen.

Der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, hat uns also Kunde von Gott gebracht, der niemandem sichtbar ist. Mach also entweder die Kunde des Eingeborenen zunichte oder glaube (an den), der erschienen ist, der denen offenbar wurde, die ihn nicht erkannten, der denjenigen Völkern zu eigen wurde, die ihn nicht anriefen, der seine Hand wider das Volk ausstreckte, das ihm widersprach; so zwar (zu eigen wurde), daß man seinen Getreuen einen neuen Namen gab und [S. 256] daß auf Erden der wahre Gott gepriesen und im Schwur angerufen wird. Das Prophetenwort sagt es, das Evangelium bezeugt es, der Apostel deutet es, die Kirche lehrt es: Wahrer Gott sei, wer erschien. Demgegenüber möge aber niemand behaupten, er habe Gott den Vater gesehen; und sogar bis zur Leugnung hat der Wahn irrlehrerischer Verblendung sich erfrecht, unter Vortäuschung beipflichtenden Bekenntnisses. Denn er leugnet in der Bemühung um ein neues und falschgläubiges Bekenntnis; und mit Geschicklichkeit entwurzelt er den Glauben, indem er ihn lügnerisch heuchelt. Denn durch das Bekenntnis des einen Gottes, der zugleich wahr und allein gerecht, allein weise, allein unveränderlich, allein unsterblich, allein mächtig ist, wird die Unterlegenheit des Sohnes in der Verschiedenheit der Substanz behauptet, nicht aus Gott als Gott geboren, sondern auf Grund einer Schöpfung als Sohn angenommen; nicht im Besitz eines Wesensnamens, sondern im Erwerb der Bezeichnung der Kindesannahme. Notwendig wird damit für den Sohn der Mangel alles dessen, was man als das Vorrecht der alleinigen Herrlichkeit des Vaters rühmt.

 

 

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Einleitung zu: Des heiligen Bischofs Hilarius von Poitiers zwölf Bücher über die Dreieinigkeit
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger