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Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
Viertes Buch

13.

[Forts. v. [S. 182] ] „Darum gibt es drei für sich seiende Wesen: den Vater, den Sohn, den Heiligen Geist. Und zwar ist Gott (-Vater) Ursache von allem, vollständig anfangslos-einzig; der Sohn aber wurde außerhalb der Zeit vom Vater geboren, vor dem Zeitablauf erschaffen und gegründet; er war nicht, ehedem er geboren wurde; aber außerhalb der Zeit vor allem (Geschöpflichen) geboren, hat er allein vom alleinigen Vater sein Dasein. Denn er ist auch nicht ewig, oder gleich-ewig, oder unerschaffen in (völliger) Gleichheit mit dem Vater; auch nicht hat er das Sein gemeinsam mit dem Vater, wie einige behaupten oder wie andere, die zwei ungeborene (und voneinander unabhängige) Ursprünge einführen: sondern wie Gott (-Vater) Einheit und Ursprung von allem ist, so ist er auch (zeitlich) vor allem. Deswegen ist er auch vor dem Sohn, wie wir auch von dir1 als Lehre erfahren haben, wenn du inmitten der Kirche lehrtest. Sofern er also das Sein und die Herrlichkeit und das Leben von Gott hat und ihm alles übertragen worden ist: so ist Gott in diesem Sinne sein Ursprung. Er ist ihm aber überlegen, eben weil er sein Gott ist, da er (zeitlich) vor ihm ist. Denn wenn das ‚aus ihm’, und das ‚aus meinem Leib’ und das ‚vom Vater bin ich ausgegangen und gekommen’ so aufgefaßt wird, als ob er einen Teil seines einen Seinsgehaltes und sozusagen als eine Erweiterung hinausdehne: dann wird der Vater nach ihrer Meinung zusammengesetzt und teilbar und veränderlich und körperhaft sein und, so wie sie es behaupten, auch mit den Folgerungen des Körperhaftseins belastet sein, er, der unkörperliche Gott.”

1: Bischof Alexander.

 

 

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Einleitung zu: Des heiligen Bischofs Hilarius von Poitiers zwölf Bücher über die Dreieinigkeit
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger