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Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
Viertes Buch

2. Menschliche Worte vermögen Göttliches nicht voll zu erklären.

[S. 170] Wir wissen aber sehr wohl, daß weder die menschliche Ausdrucksfähigkeit noch der Vergleich mit menschlichem Wesen zur vollgültigen Erklärung des Göttlichen zureichen könne. Denn was unaussprechlich ist, hat kein Ziel und Maß für seine Bezeichnungsmöglichkeit; und was geistig ist, das ist von der Art der körperlichen Dinge und von der Veranschaulichung (durch sie) abgetrennt. Da jedoch die Untersuchung von göttlichen Dingen handelt, so muß eben dasjenige, was von der geistigen Weite geschöpflicher Geister umschlossen wird, nach dem eingebürgerten Gebrauch seines Wesens und auch seiner Bezeichnung gesagt werden, ist also nicht der Würde Gottes angemessen, sondern (nur) wegen der Schwachheit unseres Geistes notwendig; wir wollen also nach unserer Denk- und Sprechweise sprachlich zu fassen suchen, was wir erkennen und einsehen.

Doch wie wir das (schon) im ersten Buch1 ausdrücklich hervorgehoben haben, weisen wir nur deswegen darauf hin, damit man nicht von uns glaube, wir dächten von Gott nach Art körperlicher Dinge, wenn wir einiges als Vergleich vorbringen, was den Menschen geläufig ist; und auch nicht von uns glaube, wir urteilten über Gott wie über körperliche Dinge und stellten unseren Denk- und Erlebnisweisen das Geistige gleich; daß wir viel mehr die Eigenart sichtbarer Dinge zur Erkenntnis unsichtbarer herangezogen haben.

1: Kap. 19.

 

 

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Einleitung zu: Des heiligen Bischofs Hilarius von Poitiers zwölf Bücher über die Dreieinigkeit
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger