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Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
Drittes Buch

14. Die Hoffnung auf Leben gründet nicht allein im Vater, sondern auch im Sohn. Die Sendung trennt nicht das Wesen, sondern die Personen.

Worin aber endlich besteht die Ewigkeit des Lebens? Er selbst sagt: „Damit sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus”.

Was für schwierige Fragen sind das hier, und was für ein Widerstreit der Worte? Das Leben ist, den wahren Gott zu erkennen; doch das allein wirkt nicht das Leben. Was wird also noch hinzugefügt? „Und den du gesandt hast, Jesus Christus”. Die dem Vater geschuldete Ehre wird vom Sohn erwiesen, indem er sagt: „Dich, den einzigen wahren Gott”. Dennoch trennt sich der Sohn nicht vom wahren Wesen Gottes, indem er hinzufügt: „Und den du gesandt hast, Jesus Christus”.

[S. 153] Das Bekenntnis der Gläubigen ist also nicht zwiegespalten, da ja in beiden die Hoffnung des Lebens gegründet ist; und des wahren Gottes ist der nicht beraubt, der beiden zusammen nachfolgt. Wenn es also heißt: „daß sie dich, den einzigen wahren Gott erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus”, so wird mit dieser Bezeichnung, d. h. dessen, der sendet, und dessen, der gesandt wird, nicht die Wahrheit1 und Göttlichkeit des Vaters und des Sohnes unter irgendeiner Verschiedenheit der Bezeichnung oder der Spaltung auseinandergehalten, sondern der rechtmäßige Glaube an den Vater und den Sohn gelehrt.

1: d. h. die Wirklichkeit als getrennte göttliche Personen.

 

 

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Einleitung zu: Des heiligen Bischofs Hilarius von Poitiers zwölf Bücher über die Dreieinigkeit
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger