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Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
Zweites Buch

24. Was Christus unseres Heiles wegen auf sich genommen hat.

In [allem] übrigen schon zeigt sich die Anordnung des väterlichen Willens. Jungfrau, Geburt, Leib; und danach ist Kreuz, Tod, Unterwelt unser Heil. Denn um des Menschengeschlechtes willen wurde Gottes Sohn aus der Jungfrau und dem Hl. Geist geboren: bei dieser Tat sein eigener Diener. Durch seine, also durch Gottes überschattende Kraft ließ er die Anfänge seines Körpers wachsen und schuf er den Beginn seines fleischlichen Wesens. Er wollte Mensch werden und aus der Jungfrau das Wesen des Fleisches in sich aufnehmen, und durch die Einung dieser Beimischung sollte der Leib des gesamten Menschengeschlechtes ein in ihm geheiligtes Dasein gewinnen, damit, wie alle nach seinem Willen in ihn durch seine Körperlichkeit eingegliedert wurden, so umgekehrt er zu allen gerade durch dasjenige Beziehung gewinne, was an ihm unsichtbar ist. Also Gottes unsichtbares Ebenbild hat die Beschämung menschlichen Lebensanfanges nicht verschmäht; und hat durch die Empfängnis und Geburt, durch Wimmern und Wiege alle Beschwerlichkeiten unserer Menschlichkeit durchlaufen.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger