Titel newsletter aktuell suche Titel werke start
Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
Erstes Buch

33. Das elfte Buch widerlegt andere Beweisstellen der Häretiker.

Die hoffnungslos verlorenen Menschen hat also nicht einmal die Herrlichkeit der Auferstehung zur rechten Belehrung innerhalb einsichtigen Glaubens zusammengehalten, sondern sie haben entweder unter Berufung auf das Bekenntnis der Herablassung (der zweiten göttlichen Person in der Menschwerdung) die Waffen ihrer Gottlosigkeit ergriffen oder die Offenbarung des Geheimnisses zur Schmähung Gottes verkehrt. Deswegen also, und weil gesagt ist: „Ich steige hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott,”1 weil also gemeinsam für uns und ihn der Vater Vater und ebenso Gott Gott ist, darum sei er außerhalb der Ausschließlichkeit Gottes (als gewöhnliches Geschöpf) zu bekennen, in einem gemeinsamen Bekenntnis, (das ihn und uns auf gleiche Stufe stellt); ihn mache genau wie uns die notwendige Beziehung der Geschöpflichkeit dem Schöpfergott untertan und die Annahme an Sohnesstatt erst zum Sohn. Ja nicht einmal irgendeine Eigentümlichkeit göttlichen Wesens sei in ihm anzunehmen, nach des Apostels Wort: „Da er aber gesagt hat: alles sei unterworfen, außer dem, der ihm alles unterworfen hat; denn wenn ihm alles unterworfen ist, dann wird auch er untertan dem, der ihm alles [S. 98] untertan gemacht hat, damit Gott alles sei in allem.”2 Weil die Unterwerfung die Schwachheit des Unterworfenen klar dartue und die Macht des Herrschers hervorhebe, so beschäftigt sich also das elfte Buch in höchst sorgfältiger Darlegung des Glaubens auch mit der Behandlung dieser Einwürfe. Es legt aus eben diesen Worten der Apostel heraus dar, daß das Unterworfensein (Christi) nicht nur nicht zur Minderung seiner göttlichen Würde führe, sondern daß eben dadurch seine Wahrheit als Gott sich erweisen lasse, daß er nämlich aus Gott geboren sei. Und ferner: deswegen, weil ihm und uns der Vater Vater und Gott Gott ist, werde uns viel gewonnen und ihm nichts entzogen; sollte er doch, als Mensch geboren, nachdem er alle Leiden unserer Leiblichkeit durchlitten hatte, zu unserem Gott und Vater, und damit auch unser Menschtum zur Verherrlichung zu Gott hin emporsteigen.

1: Joh. 20, 17.
2: 1 Kor. 15, 27 f.

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Einleitung zu: Des heiligen Bischofs Hilarius von Poitiers zwölf Bücher über die Dreieinigkeit
Bilder Vorlage

Navigation
. Erstes Buch
. . Mehr
. . 21. Inhalt des zweiten ...
. . 22. Drittes Buch.
. . 23. Viertes Buch.
. . 24. Fünftes Buch.
. . 25. Sechstes Buch.
. . 26. Siebentes Buch. ...
. . 27. Gedankengang des ...
. . 28. Achtes Buch.
. . 29. Neuntes Buch. Bewe...
. . 30. Erwiderung auf ...
. . 31. Zehntes Buch. Eini...
. . 32. Andere Gegengründe.
. . 33. Das elfte Buch ...
. . 34. Das zwölfte Buch ...
. . 35. Auslegung der Wort...
. . 36. Das zwölfte Buch ...
. . 37. Erflehung der zum ...
. . 38.
. Zweites Buch
. Drittes Buch
. Viertes Buch
. Fünftes Buch
. Sechstes Buch
. Siebtes Buch
. Achtes Buch
. Neuntes Buch
. Zehntes Buch

Titel Top Back Next
 
Kontakt: Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg
Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger