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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Viertes Buch
XIII. Kapitel

92.

1. Daß aber dieser der Vater des Sohns, der Schöpfer aller Dinge, der allmächtige Herr ist, darüber zu sprechen [S. 64] haben wir auf jene Untersuchung verschoben, in der wir uns unserem Versprechen gemäß mit unserer Rede gegen die Irrlehrer wenden wollen, wobei wir nachweisen werden, daß dieser allein es ist, der von ihm (dem Sohn) verkündigt wurde.

2. Aber zu uns sagt der Apostel an der Stelle, wo er über die Geduld in den Bedrängnissen schreibt: "... und dies kommt von Gott. Denn euch wurde in Gnaden geschenkt, daß ihr für Christus -, nicht nur daß ihr an ihn glauben, sondern auch für ihn leiden dürft, indem ihr denselben Kampf zu bestehen habt, den ihr früher bei mir saht und von dem ihr jetzt bei mir hört.

3. Wenn daher noch eine Gemeinschaft des Geistes etwas gilt, wenn noch Mitleid und Barmherzigkeit etwas gelten, so macht meine Freude dadurch vollkommen, daß ihr eines Sinnes seid, indem ihr die gleiche Liebe hegt, einer Seele und gleicher Gesinnung seid."1

4. Und wenn er sein Blut vergießt "über dem Opfer und dem priesterlichen Dienst ihres Glaubens" und sich dabei freut und sich mit ihnen freut,2 und wenn der Apostel die, an die sich sein Wort richtet, die Einwohner von Philippi, "Mitteilhaber der Gnade"3 nennt, wie kann er sie dann "einer Seele"4 und damit Seelenmenschen (Psychiker) nennen?

5. Und das gleiche Wort verwendet er, wenn er von Timotheus und von sich selbst schreibt: "Denn ich habe niemand, der so mit mir einer Seele wäre5 und so zuverlässig für euch sorgen würde; denn alle denken ja nur an sich selbst, nicht an die Sache Jesu Christi."6

1: Phil 1,28 – 2,2.
2: Vgl. ebd. 2,17.
3: Vgl. ebd. 1,7; aber der griechische Ausdruck stammt aus Eph 3,6.
4: Clemens entnimmt aus den von Paulus gebrauchten Ausdrücken (xxx) (Phil 2,2) und (xxx) (ebd. 2,20), daß dieser bei den so bezeichneten eine Seele annehme und sie daher für "Psychiker" halte und die daher nichts Schlechtes sein könne.
5: Clemens ergänzt zu dem Wort "seelisch gleich" "mit mir", während richtiger "mit ihm" zu ergänzen ist.
6: Phil 2,20 f.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger