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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Paidagogos (Paedagogus)
Erstes Buch
XIII. Kapitel. Daß, wie die sittlich gute Handlung in Übereinstimmung mit der richtigen Vernunft geschieht, so umgekehrt jede sittliche Verfehlung im Gegensatz zu der Vernunft. (Vgl. Chrys, Fr. mor. 495. 500 ff. v. Arnim.)

103.

1. Diese Vereinigung aber sind die Gebote des Herrn, die göttliche Willensäußerungen sind und deshalb für uns als geistliche Lehren aufgezeichnet wurden, nützlich sowohl für uns selbst als für unsere Nächsten. Denn auch die sich auf die letzteren beziehenden wenden sich wieder zu uns selbst zurück, wie der Ball wegen des Abprallens auf den Werfenden zurückspringt. 1 Daher sind die pflichtgemäßen Handlungen auch für die göttliche Erziehung nötig, da sie von Gott geboten und zu unserem Heil bestimmt sind.

2. Und da von dem Nötigen das eine nur für das Leben hier unten bestimmt ist, das andere von hier zu dem glücklichen Leben in jener Welt emporfliegen läßt, so sind in entsprechender Weise auch von den Pflichten die einen für das Leben, die anderen für das vollkommene Leben bestimmt. 2 Alle Gebote nun, die für das Leben der Heiden bestimmt sind, die sind auch bei der Masse allgemein bekannt; aber die, welche für das vollkommene Leben geeignet sind, aus deren Befolgung jenes ewige Leben erwächst, können wir wie in einem Grundriß sehen, wenn wir sie aus der Heiligen Schrift zusammensuchen.

1: Vgl. Seneca, Ep. 94, 34.
2: Vgl. Aristot. De part. an. II 10 p. 656 a 6.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger