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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Paidagogos (Paedagogus)
Erstes Buch
VIII. Kapitel. Gegen die Auffassung, daß das Gerechte nicht gut sei.

[S. 264] 67.

1. Ganz deutlich ist es von Moses gesagt worden: „Seid getrost! Um euch zu prüfen, ist Gott erschienen, damit die Furcht vor ihm in euch entstehe, auf daß ihr nicht sündigt.“ 1 Hieraus hat auch Platon gelernt und sagt richtig: „Denn alle, die Strafe erleiden, erfahren damit in der Tat etwas Gutes; denn sie haben einen Gewinn davon, daß durch gerechte Strafen ihre Seele gebessert wird.“ 2

2. Wenn aber auch nach der Ansicht Platons diejenigen etwas Gutes erfahren, die von dem Gerechten zurechtgewiesen werden, so wird damit zugegeben, daß der Gerechte gut ist. Die Furcht selbst nützt ja und ist zum Besten der Menschen erfunden; denn „Ein Geist, der den Herrn fürchtet, wird Leben haben; denn ihre Hoffnung ist auf den gerichtet, der sie errettet“. 3

3. Dieser nämliche Logos aber, der die Strafe auferlegt, ist zugleich Richter; über ihn sagt auch Jesaias: „Der Herr hat ihn für unsere Sünden hingegeben“, 4 nämlich als den, der die Sünden zurechtweist und richtet.

1: Exod. 20, 20.
2: Platon, Gorgias p. 477 A; in gleicher Weise verwendet von Methodios, De resurr. 31, 2 S. 265, 9 ff. Bonwetsch.
3: Sir. 31 (34), 14 f.
4: Is. 53, 6.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger