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Athanasius (295-373) - Über die Menschwerdung des Logos und dessen leibliche Erscheinung unter uns (De incarnatione Verbi)

33.

Da dem so ist, und der Beweis für die Auferstehung des Leibes und den Sieg des Heilandes über den Tod klar vor uns liegt, wohlan, so wollen wir auch dem Unglauben der Juden und dem Spott der Heiden die Antwort geben. Denn hierin treffen die Juden mit ihrem [S. 644] Unglauben und die Heiden mit ihrem Spott zusammen, daß sie an der Schmach des Kreuzes und der Menschwerdung des Logos Gottes ihren Spott auslassen. Doch unsere Untersuchung wird weder den einen noch den anderen scheu ausweichen, zumal ja offensichtliche Beweise wider sie zu Gebote stehen.

Die ungläubigen Juden finden ihre Widerlegung in den Schriften, die sie selber lesen. Erhebt doch die ganze von Gott inspirierte Schrift von vorne bis hinten ihre Stimme laut dafür, wie auch die Einzelworte selbst ganz klar sind. So kündigten schon in alten Zeiten die Propheten das Wunder von der Jungfrau und ihrer Geburt an in den Worten: "Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, und man wird seinen Namen Emmanuel, d.h. Gott mit uns nennen"1. Auch Moses, der wirklich große Mann, der auch ihnen Autorität für die Wahrheit ist, hat das Wort über die Menschwerdung des Heilandes grandios gefunden und die erkannte Wahrheit in den Worten niedergelegt: "Aufgehen wird ein Stern aus Jakob und ein Mann aus Israel und zerschmettern wird er den Fürsten Moabs"2. Und wieder: "Wie schön sind deine Wohnungen, Jakob, deine Zelte, Israel, wie schattige Täler und wie Gärten an Strömen, und wie Zelte, die der Herr aufgeschlagen hat, wie Zedern am Wasser. Hervorgehen wird ein Mensch aus seinem Samen und wird herrschen über viele Völker"3. Und wieder sagt Isaias: "Ehe das Knäblein Vater- oder Mutternamen nennen kann, wird es die Stärke von Damaskus nehmen und die Beute von Samaria vor dem Angesichte des Königs der Assyrer"4. Daß also ein Mensch erscheinen werde, wird damit angekündigt. Und daß der, der kommen soll, Herr der Welt ist, geben wieder folgende Worte zum voraus zu verstehen: "Siehe, der Herr thront auf einer lichten Wolke, und er wird nach Ägypten kommen, und erbeben werden die von Menschenhand erschaffenen Gebilde Ägyptens"5. [S. 645] Von da ruft ihn auch der Vater zurück, wenn er sagt: "Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen"6.

1: Is. 7, 14; Mt. 1, 23.
2: Num. 24, 17.
3: Num. 24, 5 und 6.
4: Is. 8, 4.
5: Is. 19, 1.
6: Os. 11, 1.

 

 

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Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Einleitung zu "Gegen die Heiden" und "Über die Menschwerdung"
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger