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Athanasius (295-373) - Über die Menschwerdung des Logos und dessen leibliche Erscheinung unter uns (De incarnatione Verbi)

19.

All das zu vollbringen, fand der Heiland für gut, damit die Menschen, die für seine allesumfassende Fürsorge kein Verständnis hatten, wenigstens auf seine im Leibe vollbrachten Werke hin aufblickten und durch ihn einen Begriff bekämen von der Erkenntnis des Vaters - und zwar, wie bereits gesagt, auf dem Wege einer Schlußfolgerung von den Einzelwerken auf seine Fürsorge für das Ganze. Wer wird denn angesichts seiner Macht über die bösen Geister oder als Zeuge davon, daß die Dämonen ihn als ihren Herrn anerkennen, noch Zweifel hegen, ob dieser der Sohn Gottes, die Weisheit und Macht sei? Ja, nicht einmal die Schöpfung durfte schweigen, sondern wunderbar ereignete sich gerade bei seinem Tode oder vielmehr in der Siegestrophäe über den Tod, nämlich im Kreuze, daß die ganze Schöpfung den, der im Leibe sichtbar war und litt, nicht einfach als Menschen, sondern als Gottes Sohn und Heiland aller bekannte. Als nämlich die Sonne sich wegwandte, die Erde bebte, die Felsen sich spalteten, da erschraken alle. Diese Vorgänge bezeugten aber Christum am Kreuze als Gott und die ganze Schöpfung als ihm Untertan und als die fürchtende Zeugin für die Gegenwart des Herrn. So also hat Gott der Logos durch seine [S. 627] Werke den Menschen sich geoffenbart. Es dürfte sich aber empfehlen, auch über das Ende seines Wirkens und Wandels im Leibe zu berichten und anzugeben, welcher Art sein leiblicher Tod gewesen, zumal es sich hierbei um den Hauptpunkt unseres Glaubens handelt und alle Welt davon spricht. So mögest du dann einsehen, daß auch hieraus wenigstens ebensogut Christus als Gott und Gottes Sohn erkannt wird.

 

 

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Einleitung zu "Gegen die Heiden" und "Über die Menschwerdung"
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger