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Ambrosius von Mailand (340-397) - Über die Jungfrauen (De virginibus ad Marcellinam sororem libri tres)
Drittes Buch.
VII. Kapitel. Die Frage, ob eine Jungfrau im Notfall zur Rettung ihrer Unversehrtheit sich selbst dem Tode weihen darf, entscheidet das Beispiel der hl. Pelagia und ihrer Mutter und Schwestern im bejahenden Sinn [32—36]. Die Jungfräulichkeit bei Marcellina ein Familienerbe [37]. Das Martyrium ihrer Ahnfrau, der hl. Sotheris [38].

35.

So sprachen sie und schürzten ihr Gewand etwas in die Höhe, um die Scham noch zu verdecken, den Gang nicht zu behindern, die Hände wie zum Reigen zu schmiegen. Nun schreiten sie in die Mitte des Strombettes vor: wo die Strömung am reißendsten, wo die Tiefe am jähsten, dahin lenken sie den Schritt. Keine zog den Fuß zurück, keine hielt den Gang inne, keine suchte festen Boden unter den Füßen: voll Bangen, wenn ein Boden sich fühlbar machte, voll Widerwillen gegen eine seichte Stelle, voll Freude über die Tiefe. Da hätte man die besorgte Mutter sehen sollen, wie sie mit krampfhafter Hand die Lieblinge umschlang und ihre Freude an ihnen hatte, wie sie nur den Fall befürchtete, es möchten ihr auch noch die Fluten die Töchter entführen. „Diese Opfer“, betete sie, „bringe ich Dir dar, Christus: Hüterinnen der Keuschheit, Führerinnen des Weges, Genossinnen des Leidens!“

 

 

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Einleitung: Über die Jungfrauen drei Bücher
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. I. Kapitel. Die Ansprache ...
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. III. Kapitel. Die Ansp...
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. VI. Kapitel. Vom Justi...
. VII. Kapitel. Die Frag...
. . 32.
. . 33.
. . 34.
. . 35.
. . 36.
. . 37.
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger