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Ambrosius von Mailand (340-397) - Über die Jungfrauen (De virginibus ad Marcellinam sororem libri tres)
Drittes Buch.
IV. Kapitel. Marcellina überbietet noch das Ideal eines jungfräulichen Tugendlebens. Ihr übermäßig strenges Fasten [15]. Mit Rücksicht auf ihr Alter und ihre Gesundheit sollte sie letzteres mäßigen [16—17]. Von der Pflicht häufigen Gebetes bei Tag [18] und Nacht [19] und der Ablegung des Symbolums [20].

18.

Auch eifriges Gebet soll uns Gott empfehlen; denn wenn schon der Prophet, der von den notwendigen Regierungsgeschäften in Anspruch genommen war, versichert: „Siebenmal des Tages sang ich Dir Lob“1, wie müssen dann wir es halten, die wir lesen: „Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung geratet“?2 Ja, feierliche Gebete mit Danksagung sind darzubringen, so oft wir vom Schlafe aufstehen, so oft wir ausgehen, so oft wir uns anschicken, die Mahlzeit einzunehmen, so oft wir sie eingenommen, sodann „zur Stunde des Rauchwerkes“3, endlich so oft wir zur Ruhe gehen.

1: Ps. 118, 164 [Hebr. Ps. 119, 164].
2: Matth. 26, 41.
3: Vgl. Luk. 1, 10. Gemeint ist das Abendgebet, das nach alttestam. Brauch mit einem Rauchopfer verbunden war. Vgl. Schürer, Gesch. des jüdischen Volkes usw., Leipzig, ³ II 240.

 

 

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Einleitung: Über die Jungfrauen drei Bücher
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger