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Ambrosius von Mailand (340-397) - Über die Jungfrauen (De virginibus ad Marcellinam sororem libri tres)
Drittes Buch.

III. Kapitel. Die Ansprache des Papstes Liberius, II. Teil [Forts.]: Einer Jungfrau geziemt nicht häufigerer Empfang von Besuchen [9], sondern züchtige Zurückgezogenheit [10] und Schweigsamkeit, namentlich in der Kirche [11]. Selbst Heiden [12—13] und unvernünftige Tiere üben solches Schweigen [14].

9.

[S. 371] Selbst Besuche, falls etwa Verwandten oder Kameradinnen eine Aufwartung zu machen ist, wünsche ich bei jüngeren Personen nicht zu häufig. Mit diesen Verbindlichkeiten geht nämlich die Schamhaftigkeit darauf; unter der Höflichkeit, die man heuchelt, schillert keckes Wesen, mischt Lachen sich darein, verliert sich die Bescheidenheit. Auf Fragen keine Antwort geben, wäre Kinderei, Antwort geben Plauderei. Lieber zu wenig Worte als zuviel bei einer Jungfrau. Wird nämlich schon von den Frauen verlangt, daß sie in der Kirche sogar in Sachen des Göttlichen schweigen und zu Hause ihre Männer darüber fragen sollen1, welche Behutsamkeit haben wir erst bei Jungfrauen anzunehmen, deren Jugend schönster Schmuck die Schamhaftigkeit ist, deren Schamhaftigkeit die Schweigsamkeit empfiehlt?

1: 1 Kor. 14, 34 f.

 

 

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Einleitung: Über die Jungfrauen drei Bücher
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger