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Ambrosius von Mailand (340-397) - Über die Jungfrauen (De virginibus ad Marcellinam sororem libri tres)
Drittes Buch.
III. Kapitel. Die Ansprache des Papstes Liberius, II. Teil [Forts.]: Einer Jungfrau geziemt nicht häufigerer Empfang von Besuchen [9], sondern züchtige Zurückgezogenheit [10] und Schweigsamkeit, namentlich in der Kirche [11]. Selbst Heiden [12—13] und unvernünftige Tiere üben solches Schweigen [14].

12.

Sogar die Heiden bezeugen mit Schweigen ihren Götzen Ehrfurcht. So erzählt man sich denn folgendes Beispiel: Während der Mazedonierkönig Alexander ein [S. 373] Opfer darbrachte, fing ein Diener barbarischer Herkunft, der ihm das Licht anzündete, am Arme Feuer. Trotz der Brandwunden am Leibe aber blieb er unbeweglich, verriet mit keinem Wehlaut den Schmerz und offenbarte mit keiner stillen Träne die Pein. So groß war im barbarischen Diener die Zucht und Scheu, daß sie den Sieg über die Natur davontrugen. Und doch fürchtete er nicht die Götter, die es nicht gab, sondern nur den König. Was hätte er denn auch Wesen fürchten sollen, die, falls das gleiche Feuer sie erfaßt hätte, Feuer gefangen hätten?

 

 

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Einleitung: Über die Jungfrauen drei Bücher
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger