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Ambrosius von Mailand (340-397) - Trauerrede auf Kaiser Theodosius d. Gr. (De obitu Theodosii oratio)

49.

[Forts. v. [S. 419] ] Darob Jubel in der Kirche, Scham bei dem Juden, und nicht bloß Scham-, sondern auch Schmerzgefühl, weil er selbst an seiner Beschämung schuld ist. Mit seiner Lästerung Christi bekannte er ihn als König. Mit seiner Benennung ‚König der Juden‛ gesteht er die Gotteslästerung seines Unglaubens ein. Sieh, muß er sprechen, wir haben Christus gekreuzigt, damit die Christen nach dem Tode auferstehen und als Tote herrschen. Wir haben den gekreuzigt, welchen Könige anbeten: wir verweigern ihm die Anbetung, sie bringen sie ihm dar. Sieh, selbst der Nagel steht in Ehren. Wir haben ihn in mörderischer Absicht eingeschlagen, und er ist ein Mittel des Heils und peinigt wie mit unsichtbarer Macht die Dämonen. Wir glaubten uns Sieger und müssen unsere Niederlage eingestehen. Christus ist wiederum auferstanden, und die Kaiser anerkennen seine Auferstehung, Er lebt wiederum, wenn auch unsichtbar. Noch größerer Streit wider ihn, noch heftigerer Kampf ist uns jetzt erstanden. Dem die Reiche dienen, dem die Macht gehorcht, ihn haben wir verworfen: wie werden wir den Königen widerstehen? Vor dem Eisen, das seine Füße durchdrang, neigen sich die Könige. Die Könige beten ihn an, und die Photinianer wollen seine Gottheit leugnen? Den Nagel seines Kreuzes schätzen die Kaiser höher als ihr Diadem, und die Arianer wollen seine Macht schmälern?

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger