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Ambrosius von Mailand (340-397) - Trauerrede auf Kaiser Theodosius d. Gr. (De obitu Theodosii oratio)

47.

[S. 418] Sie suchte die Nägel, mit denen der Herr ans Kreuz geheftet wurde, und fand sie. Aus dem einen hieß sie ein Pferdegebiß machen, den anderen ließ sie in ein Diadem verarbeiten. Den einen verwandte sie zur Schmucksache, den anderen zum Weihegegenstand. Maria ward heimgesucht zur Erlösung der Eva, Helena ward heimgesucht zur Erlösung der Kaiser. Sie sandte ihrem Sohn Konstantin das Diadem, mit Edelsteinen geschmückt, die dem Eisen (des Nagels) eingefügt waren und das den noch kostbareren Edelstein des Kreuzes der göttlichen Erlösung zusammenhielt1. Auch den Zaum sandte sie ihm. Beides nahm Konstantin in Gebrauch und vererbte den Glauben auf die folgenden Kaiser. Den Anfang bei den gläubigen Kaisern bildete demnach das ‚heilig‛, das auf dem Zaume stand2. Von da rührte ihr Glaube her, so daß ihre Verfolgung aufhörte, an deren Stelle die Gottesverehrung trat.

1: Wie dem Folgenden (c. 48) zu entnehmen ist, wurde der Nagel in Kreuzesform ins Diadem verarbeitet.
2: Zach. 14. 20. Hieronymus tut eigens in seiner Erklärung dieser Stelle der obigen „fromm gedachten, aber lächerlichen“ Auslegung Erwähnung.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger