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Ambrosius von Mailand (340-397) - Trauerrede auf Kaiser Theodosius d. Gr. (De obitu Theodosii oratio)

40.

Jetzt erst fühlt sich Theodosius erlauchten Andenkens als König, da er im Reiche des Herrn Jesus Christus weilt und dessen Tempel schaut. Jetzt fühlt er als König sich glücklich, da er auch seinen Sohn Gratian und die Pulcheria, die süßen Lieblinge, die er hier verloren hatte, zurückerhielt; da seine Flaccilla1, die gottgetreue Seele, bei ihm weilt; da er sich des wiedergefundenen Vaters freut; da er in Gemeinschaft mit Konstantin lebt. Wenngleich nämlich diesem erst an seinem letzten Lebensende durch die Taufgnade Nachlaß aller Sünden wurde, erlangte er doch durch den Umstand, daß er der erste Kaiser war, welcher den Glauben annahm, und daß er den Herrschern nach ihm das Glaubenserbe hinterließ, eine hohe Verdienstesstufe. In seinen Tagen erfüllte sich jenes Prophetenwort: „An jenem Tage wird auf dem Zaume des [S. 415] Rosses stehen: heilig dem allmächtigen Herrn“2. Seine Mutter, die große Helena heiligen Andenkens, machte das auf Eingebung des Geistes Gottes offenbar.

1: Erste Gemahlin des Kaisers, gest. 385. Von ihr hatte er die beiden Söhne Honorius und Arkadius und die Tochter Pulcheria. Den Sohn Gratian schenkte ihm seine zweite Gemahlin Galla. Die Mauriner in ihrer Ambrosiusausgabe zur obigen Stelle (u. zu Epist. 51) vermuten darum zu Unrecht den Kaiser Gratian.
2: Zach. 14, 20.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger