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Ambrosius von Mailand (340-397) - Trauerrede auf Kaiser Theodosius d. Gr. (De obitu Theodosii oratio)

34.

[Forts. v. [S. 411] ] Ich habe den Mann geliebt, der mehr dem Tadler als dem Schmeichler beipflichtete. Er legte allen königlichen Schmuck ab, den er zu tragen pflegte, beweinte öffentlich in der Kirche seine Sünde, die ihn auf das trügerische Zureden anderer übermannt hatte, und flehte unter Seufzen und Tränen um Vergebung. Wessen gewöhnliche Leute sich schämen, dessen schämte der Kaiser sich nicht: öffentlich Buße zu tun. Und auch später verging kein Tag, an dem er nicht schmerzlich jener Verirrung gedacht hätte1. Und wie? Als er einmal einen herrlichen Sieg errungen hatte2, enthielt er sich gleichwohl, weil Feinde in der Schlacht zu Boden gestreckt wurden, der Teilnahme an den Sakramenten, bis er in der Ankunft seiner Kinder3 ein Zeichen der Gnade des Herrn gegen sich erblickte.

1: Näheres über die öffentliche Kirchenbuße des Theodosius, deren Anlaß und Umstände Allg. Einl., Bd. I S. XV f.
2: Gemeint ist der Sieg über Eugenius bei Aquileja.
3: Honorius und vielleicht dessen Schwester Placidia. Der Bruder Arkadius war in Konstantinopel zurückgeblieben. Vgl. unten c. 54 f. Rufinus, Hist. eccl. II 34.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger