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Ambrosius von Mailand (340-397) - Trauerrede auf Kaiser Theodosius d. Gr. (De obitu Theodosii oratio)

28.

[Forts. v. [S. 408] ] Eben darum, weil Kaiser Theodosius sich demütig erwies und, sobald die Sünde ihn angewandelt hatte, um Verzeihung bat, kehrte seine Seele heim in ihre Ruhe, wie die Schrift mit den Worten sagt: „Kehre heim, meine Seele, in deine Ruhe; denn der Herr hat dir wohlgetan!“1 Eine schöne Einladung an die Seele: „kehre heim!“ Gleichsam von langer, schweißtriefender Arbeit abgeplagt, soll sie nun von der Arbeit weg zur Ruhe heimkehren. Das Pferd kehrt heim in den Stall, wenn es seinen Lauf zurückgelegt hat; das Schiff in den Hafen, wenn es aus dem Wogenschwall zum sicheren Ankerplatz geführt wird. Doch was will der Ausdruck sagen: „in deine Ruhe“, wenn man ihn nicht im Sinne der Worte des Herrn Jesus versteht: „Kommt, Gesegnete meines Vaters, nehmt als Erbe das Reich in Besitz, das euch von Grundlegung der Welt an bereitet ist"?2 Gleichsam als Erbbesitz nämlich empfangen wir, was uns verheißen ist. Denn treu ist Gott: er entzieht seinen Dienern nicht, was er ihnen einmal bereitet hat. Bleiben wir ihm treu im Glauben, bleibt auch seine Verheißung bestehen.

1: Ps. 114, 7 [Hebr. Ps. 116, 7].
2: Matth. 25, 34.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger