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Liturgien, Griechische - Die griechische Basiliusliturgie
C. Messe Der Gläubigen.

Konsekration.

Der Priester betet leise:
Menschenfreundlicher Herr! Mit diesen seligen Mächten rufen und sprechen auch wir Sünder: Heilig bist Du in der Tat, ja allheilig und unermeßlich ist die Größe Deiner Heiligkeit; heilig bist Du in all Deinen Werken, denn nach einem gerechten und wahren Gerichte hast Du alles über uns verfügt. Gott, Du hast Staub von der Erde genommen, den Menschen gebildet und ihn durch Dein Ebenbild ausgezeichnet; Du hast ihn [S. 270] in das Paradies der Wonne versetzt und ihm für den Fall der Beobachtung Deiner Gebote ein unsterbliches Leben und den Genuß der ewigen Güter verheißen. Als er, durch die Arglist der Schlange verlockt, Dir, dem wahren Gotte, seinem Schöpfer, ungehorsam wurde und durch seinen eigenen Fall dem Tode verfiel, hast Du ihn, o Gott, durch Dein gerechtes Gericht aus dem Paradiese in diese Welt verstoßen und ihn der Erde zugekehrt, von der er genommen wurde. Du hast ihm jedoch das Heil der Wiedergeburt in Deinem eigenen Christus bereitet; denn Du hast Dich von Deinem Gebilde, das Du gemacht, nicht bis ans Ende abgewendet, sondern wegen der Tiefe Deiner Barmherzigkeit hast Du es mannigfach heimgesucht. Du hast die Propheten gesendet und durch Deine Heiligen, die Dir in jedem Geschlechte gefielen, Wunder getan. Durch den Mund Deiner Diener, der Propheten, hast Du gesprochen und unser künftiges Heil uns voraus verkündet; zu unserer Hilfe hast Du das Gesetz gegeben und Engel als unsere Wächter aufgestellt.

Als die Fülle der Zeiten gekommen war, hast Du in Deinem eingeborenen Sohn, durch den Du die Zeiten machtest, zu uns gesprochen. Da er der Abglanz Deiner Herrlichkeit und der Abdruck Deines Wesens ist und das All durch das Wort seiner Macht trägt, erachtete er es nicht als Raub, Dir, Gott dem Vater, gleich zu sein. Obgleich er aber ewiger Gott ist, erschien er doch auf der Erde, verkehrte mit den Menschen, nahm aus einer Jungfrau Fleisch an, entäußerte sich selbst und nahm Knechtesgestalt an, indem er dem Leibe unserer Niedrigkeit gleichgestellt wurde, um uns nach dem Bilde seiner Herrlichkeit zu gestalten. Denn nachdem durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen war und durch die Sünde der Tod, gefiel es Deinem eingeborenen Sohne, der im Schoße des Vaters ist, durch seine Geburt aus der heiligen Gottesgebärerin und immerwährenden Jungfrau Maria und durch seine Unterordnung unter das Gesetz die Sünde in seinem Fleische zu richten, damit jene, die in Adam sterben, in demselben Deinem Christus belebt wurden.

Als er auf dieser Welt wandelte, hat er uns die [S. 271] Vorschriften der Rettung gegeben, uns von dem Irrtume der Götzen bekehrt und zur Erkenntnis Deiner, des wahren Gottes und Vaters, geführt; er erwarb uns als sein auserwähltes Volk, als königliches Priestertum und heiliges Volk. Er reinigte uns durch Wasser, heiligte uns durch den Heiligen Geist und gab sich selbst als Lösepreis dem Tode hin, in welchem wir, unter die Sünde verkauft, festgehalten wurden. Um alles mit seinem Wesen zu erfüllen, stieg er vom Kreuze herab in das Totenreich und löste die Schmerzen des Todes. Am dritten Tage stand er wieder auf und bahnte dem Fleische den Weg zur Auferstehung von den Toten, weil der Urheber des Lebens unmöglich von der Verwesung bewältigt werden konnte. Er ist der Erstling der Entschlafenen, der Erstgeborene von den Toten geworden; um selbst in allen Stücken voranzugehen, kehrte er in den Himmel zurück und setzte sich zur Rechten Deiner Herrlichkeit in der Höhe. Er wird wiederkommen, einem jeden nach seinen Werken zu vergelten.

Als Andenken an sein heilsames Leiden hat er uns dasjenige hinterlassen, was wir nach seinem Auftrage dargebracht haben. Denn als er zu seinem freiwilligen, unvergeßlichen und lebendigmachenden Tode hinausgehen wollte, nahm er in der Nacht, in welcher er sich für das Heil der Welt dahingab, Brot in seine heiligen und unbefleckten Hände, zeigte es Dir, Gott dem Vater, dankte, segnete, heiligte, brach es,

Dann laut:
gab es seinen heiligen Jüngern und Aposteln, indem er sprach: Nehmet hin und esset! Dies ist mein Leib, der für euch gebrochen wird zur Vergebung der Sünden.

Der Chor singt:
Amen.

Der Priester spricht leise:
Ebenso nahm er den Kelch vom Erzeugnisse des Weinstockes, mischte ihn, dankte, segnete und heiligte ihn,

Dann laut:
gab ihn seinen Jüngern und Aposteln, indem er sprach: Trinket alle daraus! Dies ist mein Blut, das Blut des [S. 272] neuen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.

Der Chor singt:
Amen.

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Einleitung: Die kleinasiatisch-byzantinischen Liturgien
Einleitung: Die griechische Basiliusliturgie
Vorwort zu den Liturgen
Einleitung zu den Liturgen
Allgemeine Bemerkungen zu den Griechischen Liturgien
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger