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Liturgien, Griechische - Die griechische Chrysostomusliturgie
A. Proskomidie oder Prothesis
I. Vorbereitung der Liturgen.

4. Das Anziehen und Segnen der heiligen Gewänder.

Dann nimmt jeder sein Stoicharion in die Hand, macht drei Verbeugungen gegen Osten und spricht für sich:
Gott sei mir Sünder gnädig!

Hierauf geht der Diakon zum Priester hin, neigt sein Haupt, hält in seiner rechten Hand sein Stoicharion und Orarion und spricht:
Segne, Herr, das Stoicharion und Orarion.

Der Priester aber spricht:
Gepriesen sei unser Gott immerdar, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit. Amen.

Sodann geht der Diakon allein auf eine Seite des Heiligtums und zieht sein Stoicharion an, indem er spricht:
Meine Seele freue sich im Herrn. Er hat mich mit dem Mantel des Heiles bekleidet und mir den Rock der Freude angelegt. Wie einem Bräutigam setzte er mir die Mitra auf, und wie eine Braut umgab er mich mit Schmuck.

Hierauf küßt er das Orarion und legt es auf die linke Schulter. Wenn er die Epimanikien an die Hände legt, sagt er beim Anziehen der Rechten:
Deine Rechte ist verherrlicht in Kraft. Deine Rechte hat Deine Feinde zermalmt und mit der Fülle Deiner Herrlichkeit hast Du zerschmettert die Gegner.

Beim Anziehen der Linken sagt er:
Deine Hände haben mich gemacht und gebildet, verleihe mir Verstand und ich werde Deine Satzungen kennen lernen.

Hierauf geht er zum heiligen Rüsttische und bereitet das Heilige vor. Den heiligen Diskus stellt er auf die linke Seite und den Kelch auf die rechte und ebenso, was zu ihnen gehört.

[S. 209] Der Priester aber kleidet sich so an: er nimmt das Stoicharion in die linke Hand, verbeugt sich, wie gesagt, dreimal gegen Osten, bekreuzt es und spricht:
Gepriesen sei Gott immerdar, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit. Amen.

Dann zieht er es an, indem er spricht:
Meine Seele freue sich im Herrn. Er hat mich mit dem Mantel des Heiles bekleidet und mir den Rock der Freude angelegt. Wie einem Bräutigam setzte er mir die Mitra auf, wie eine Braut umgab er mich mit Schmuck.

Hierauf nimmt er das Epitrachelion, bekreuzt es und legt es mit den Worten an:
Gepriesen sei Gott, der über seine Priester seine Gnade ausgießt wie Öl über das Haupt; wie Öl, das herabfließt über den Bart Aarons, das herabfließt auf den Saum seines Kleides.

Dann nimmt er den Gürtel und spricht, sich umgürtend:
Gepriesen sei Gott, der mich umgürtet mit Kraft und meinen Weg tadellos gemacht hat, immerdar, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit. Amen.

Die Epimanikien nimmt er in der oben besprochenen Weise (wie der Diakon) an. Ist einer Protosynkellos der großen Kirche oder bekleidet er eine andere Würde, so nimmt er hierauf das Hypogonation, segnet und küßt es, indem er spricht:
Gürte Dein Schwert um die Hüften, Mächtiger; in Deiner Kraft und Schönheit nimm zu, gedeihe und herrsche wegen der Wahrheit, Sanftmut und Gerechtigkeit, und wunderbar wird Dich Deine Rechte führen. Immerdar, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit. Amen.

Hierauf nimmt er das Phelonion, segnet und küßt es, indem er spricht:
Deine Priester, o Herr, werden Gerechtigkeit anziehen und Deine Heiligen in Freude frohlocken; immerdar, jetzt und allezeit und in alle Ewigkeit. Amen.

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Einleitung: Die kleinasiatisch-byzantinischen Liturgien
Vorwort zu den Liturgen
Einleitung zu den Liturgen
Allgemeine Bemerkungen zu den Griechischen Liturgien
Einleitung: Die griechische Chrysostomusliturgie
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger