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Armenische Väter - Wider die Irrlehren (De Deo)
Drittes Buch: Widerlegung der Religion der griechischen Weisen.

5.

Das Heidentum jedoch hat seinen Anfang zu den Zeiten des Serug genommen (Gen. 11, 20). Denn man stellte das Bild derer, welche als Rechtschaffene auf die Welt gekommen und gestorben waren, zum Andenken an ihre Tüchtigkeit auf, in Farben gemalt. Und die Unwissenden, die es lernten, nahmen es zum Gegenstand der Verehrung. Die Übung, Götzenbilder zu schnitzen, kam dann auf mit Thare [Therach], dem Vater Abrahams. Und es schnitzte sich jeder nach seiner Kunstfertigkeit ein solches, der Schlosser mit der Schlosserkunst, der Schreiner mit der Tischlerei, der Silberarbeiter und Erzarbeiter, der Steinhauer und Töpfer mit ihrer Kunst. Von da weg gelangte der Reihe nach das Werk der Bildschnitzerei und sein Geheimnis 1 zu den Ägyptern, den Babyloniern, den Phrygiern, den Phöniziern, und dann zu den Hellenen, [S. 133] welche auch Jonier heißen, zur Zeit des Kekrops. Und später (wurden sie) 2 noch mehr daselbst unter Kronos und Rhea und Dia und Apollo und vielen andern, die sie nacheinander Götter nannten.

Die Jonier werden Hellenen genannt von einem Mann, der den Namen Helenos hatte, im Lande der Helladier. Aber andere sagen, es komme vom Ölbaum, welcher zu Athen von selbst ersproßte, weil der Ölbaum auf griechisch Elea genannt wird. Aber die Jonier kommen von Jawan (Gen. 10, 2), der einer von den Führern beim Turmbau war, weshalb alle Merops genannt werden, wegen der Teilung der Sprachen. Denn Teilung heißt im griechischen Merismos. Und als die ältesten Religionen werden die barbarischen, skythischen und heidnischen genannt, bis der Gottesdienst Abrahams kam und dieselben zerstörte.

Und das Judentum wird nach Juda benannt, welches das Hebräertum ist, dem vierten Sohne Jakobs; weil von diesem das Königtum war, erhielt das ganze jüdische Volk den Namen.

Und am Ende des Hebräertums, des Christentums Name ist von Christus. Mit diesem Namen ist es zuerst in Antiochien von den Jüngern genannt worden (Apg. 11, 26).

1: armenisch: Mehrzahl.
2: D. h. die Götzenbilder, so nach K. arawela dikh, während S. und V. wohl verdorbenen Text bieten arawel sastikh bzw. arawel astikh, Nahapetean ändert in arrawelan devkh (Vd): Es mehrten sich die Götzen.

 

 

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Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Einleitung. Die patrologische Literatur der Armenier Eznik von Kolb, Wider die Irrlehren
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger