Titel newsletter aktuell suche Titel werke start
Armenische Väter - Wider die Irrlehren (De Deo)
Drittes Buch: Widerlegung der Religion der griechischen Weisen.

4.

Die Pythagoräer und die Peripatetiker lehren eine Einheit und eine Vorsehung und den Göttern nicht zu opfern. Pythagoras stellte die Regel auf, das Fleisch von beseelten Wesen nicht zu essen und sich vom Weine zu enthalten, und alles was im Monde ist und über dem Mond für unsterblich zu halten, was aber unterhalb desselben sich befindet, für sterblich. Ferner die Wanderung der Seelen von Leib zu Leib bis zu den Tieren, sogar zu den Insekten. Auch schrieb er die Regel des Stillschweigens vor, und zuletzt hat er sich selbst einen Gott genannt.

Die Platoniker hinwieder anerkennen Gott und den Stoff und die Idee, von denen das erste die Materie ist und das zweite das Besondere an irgendeinem. Und die Welt ist ein Geschöpf und zerstörbar. Die Seelen dann sind unerschaffen, unsterblich und göttlich. Dieselben [S. 132] haben drei Teile, einen vernünftigen, einen zornigen (reizempfänglichen) und einen begierlichen. Die Weiber seien für alle gemeinsam zu halten. Keiner soll eine Frau für sich allein haben, sondern die Männer sollen mit jenen sein, die sie wollen, die Frauen, mit jenen, welche ihnen gefallen. Auch die Seelenwanderung von einem Körper zum andern lehren sie bis herab zu den Insekten und sogar zu den Kriechtieren. Zugleich stellt er viele Götter fest, die aus dem Einen hervorgegangen seien.

Die Stoiker ihrerseits halten alles für einen Leib und glauben, daß die sichtbare Welt Gott sei. Manche von ihnen glauben, daß sie aus dem Wesen des Feuers ihre Natur habe. Und für Gott haben sie den Verstand hingestellt, gleich als wäre er die Seele von allem, von den Elementen, dem Himmel und der Erde. Für seinen Leib halten sie alles, was ist, und die Gestirne für seine Augen; die Leiber aller dann für vergänglich und die Seelen für der Wanderung von Körper zu Körper unterworfen.

Die Epikureer aber sagen: „Untrennbare und unteilbare Körper waren zuerst und von da aus kam alles.“ Und als Ziel des Guten bestimmten sie die Lust. Und Gott existiere nicht noch eine Vorsehung, die alles lenkt. Das sind die Sekten der Philosophen.

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Einleitung. Die patrologische Literatur der Armenier Eznik von Kolb, Wider die Irrlehren
Bilder Vorlage

Navigation
Erstes Buch: Widerlegung ...
Zweites Buch: Widerlegung ...
Drittes Buch: Widerlegung ...
. . 1.
. . 2.
. . 3.
. . 4.
. . 5.
. . 6.
. . 7.
. . 8.
. . 9.
. . 10.
. . 11.
. . 12.
. . 13.
. . 14.
. . 15.
. . 16.
. . 17.
Viertes Buch: Widerlegung ...

Titel Top Back Next
 
Kontakt: Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg
Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger