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Armenische Väter - Wider die Irrlehren (De Deo)
Drittes Buch: Widerlegung der Religion der griechischen Weisen.

3.

Und noch mehr trifft der Tadel die griechischen Weisen. Denn sie haben die Weisheit erreicht und doch mit der Weisheit den Schöpfer nicht erkannt. Denn auch sie halten dafür, daß eine durch sich selbst bestehende Ursache von allem da sei. Diese sei von nichts anderem geworden, sondern sei von sich selbst aus durch sich [S. 131] bestehend das erste; als zweites nehmen sie den Verstand als Gott und Schöpfer an, als drittes den Geist, welchen sie als die Seele von allem bezeichnen. Sofern sie zwei Wesen aus einer Ursache herleiten, zeigen sie, daß sie an die Türe der wahren Erkenntnis gekommen sind. Und indem sie von diesen andere unzählige unsichtbare (d. h. durch den Geist allein zu denkende) und sichtbare Götter durch Geburt abstammen ließen, haben sie sich von selbst die Türe der Glaubenserkenntnis verschlossen. Denn wie die Sonne mit ihren Strahlen denken sie sich die Gottheit mit vielen unsichtbaren und sichtbaren Göttern und (halten) sogar die ganze Welt für gleichewig mit ihm. Und in allem (glauben sie) seinen Geist wie die Seele von allem, sowohl im Himmel als auf den Gestirnen und im Feuer, in der Luft, im Wasser und in der Erde bis herab selbst zu den Steinen, Hölzern, Bäumen und endlich zu Wurzeln der Kräuter. Und durch dieses Leben, sagen sie, hängen alle Geschöpfe von seiner Natur ab, wie die Strahlen der Sonne vom (Sonnen-) Rad abhängig sind. Er selbst ist einer und vieles und das viele ist an uns eines, wie die Sonne eines und vieles ist; eines als Sonnenscheibe, vieles als Strahlen. Und es sagen das nicht alle so, denn es gibt viele Sekten unter den Philosophen.

 

 

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Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Einleitung. Die patrologische Literatur der Armenier Eznik von Kolb, Wider die Irrlehren
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Kontakt: Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg
Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger