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Hieronymus († 420) - Über den Tod Paulinas; an Pammachius (Epistula 66)

2.

Auf dem guten Ackerlande lesen wir von drei Fruchtarten, von der hundert-, der sechzig- und der dreißigfältigen1 . An drei Frauen, die durch die Bande des Blutes und ihre Tugendhaftigkeit miteinander verwandt sind, finde ich diese dreifache Belohnung Christi wieder. Eustochium erntet die Blüten der Jungfräulichkeit, Paula drischt die mühsame Tenne der Witwenschaft, Paulina bewahrt das Ehebett keusch und rein. Eine Mutter, die sich stützen kann auf ein solches Gefolge von Töchtern, verdient bereits auf Erden alles für sich, was Christus im Himmel versprochen, hat. Und damit aus dem einen Hause ein Viergespann der Heiligkeit hervorgehe und die Männer mit den Frauen in der Tugend gleichen Schritt halten, so gesellt sich ihnen noch ein Begleiter, Pammachius, zu, ein wahrer Cherub des Ezechiel, ihr Verwandter, Schwiegersohn, Gatte. Ja sogar ein höchst liebevoller Bruder kann er genannt werden, weil die heilige Geistesgemeinschaft von der ehelichen Verbindung nicht abhängig ist. Der Lenker dieses Viergespannes ist Jesus. Solche Pferde sind es, von denen Habakuk singt: "Steige auf deine Rosse, und dein Ritt gereicht dir zum Heil"2 In ungleichem Laufe, aber mit gleicher Gesinnung strebt man der Siegespalme zu. Verschiedenfarbig sind die Pferde, aber einmütig; sie ziehen alle am Gefährt des gleichen Lenkers; sie warten nicht auf Peitschenhiebe, sondern die aufmunternde Stimme genügt, sie anzueifern.

1: Matth. 13, 23.
2: Hab. 3, 8. Das scheinbar wörtliche Zitat ist nur Akkommodation.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger