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Hieronymus († 420) - Leben des hl. Einsiedlers Hilarion (Vita Hilarii)

32.

Sobald Hilarion nach Aphroditon zurückgekehrt war, behielt er nur zwei Brüder bei sich und ließ sich in der benachbarten Wüste nieder. Er übte die Enthaltsamkeit und das Stillschweigen in solchem Grade, daß er von sich sagte, er habe jetzt erst angefangen, Christo zu dienen. Mittlerweile waren es drei Jahre geworden, daß der Himmel verschlossen war und der Sonnenbrand jene Gegenden ganz ausgedörrt hatte, so daß die Leute zu sagen pflegten, sogar die Elemente trauerten um den Tod des Antonius. Aber auch der Ruf des Hilarion blieb den dortigen Bewohnern nicht verborgen. Um die Wette kamen Männer und Frauen mit fahlem Antlitz und durch Hunger geschwächt herbei und erbaten sich vom Diener Christi, dem Nachfolger des hl. Antonius, Regen. Ihr Anblick schmerzte ihn ungemein. Er erhob die Augen gen Himmel und streckte beide Hände zum Gebet empor, und auf der Stelle wurde seine Bitte erfüllt. Doch nachdem der nach Wasser lechzende Sandboden vom Regen getränkt war, da wimmelte es ganz unvermutet von einer solchen Menge Schlangen und anderer wilden Tiere, daß eine große Anzahl von Gebissenen sofort gestorben wäre, wenn sie nicht bei Hilarion Schutz gesucht hätten. Nun konnten aber alle Landleute und Hirten ihre Wunden mit geweihtem Öl befeuchten und sichere Heilung finden.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger