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Cyprian von Karthago († 258) - Vom Segen der Geduld (De bono patientiae)
Teil 2a

Kap. 17. Nur sie gibt dem Gerechten die nötige Kraft, alles Ungemach des irdischen Lebens zu ertragen.

Aber auch gegenüber den mannigfachen Heimsuchungen des Fleisches und den häufigen und harten Qualen des Leibes, von denen das Menschengeschlecht tagtäglich gepeinigt und geplagt wird, ist die Geduld dringend notwendig. Denn da bei jener ersten Übertretung des Gebots die Stärke des Leibes zugleich mit der Unsterblichkeit entschwunden und mit dem Tode die Schwäche gekommen ist und da man die Stärke nicht zurückgewinnen kann, außer wenn man auch die Unsterblichkeit wiedergewinnt, so gilt es bei dieser körperlichen Gebrechlichkeit und Ohnmacht, sich beständig abzuringen und abzukämpfen. Und dieses Ringen und Kämpfen läßt sich nur durch die Kraft der Geduld ertragen. Zu unserer Prüfung und Erprobung aber werden die verschiedensten Leiden uns auferlegt und Versuchungen aller Art über uns verhängt durch die Einbuße des Vermögens, durch hitzige Fieber, qualvolle Wunden oder durch den Verlust unserer Lieben. Aber nichts anderes unterscheidet die Ungerechten und Gerechten mehr voneinander, als daß der Ungerechte im Unglück voll Ungeduld klagt und lästert, während der Gerechte in Geduld sich bewährt, wie geschrieben steht: "Im Leid halte aus und in deiner Niedrigkeit habe Geduld; denn im Feuer wird Gold und Silber bewährt!"1

1: Sir. 2, 4 f.

 

 

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. . Kap. 13. Nur geduldiges ...
. . Kap. 14, Die Geduld ...
. . Kap. 15. Auch für ...
. . Kap. 16. Vor allem ...
. . Kap. 17. Nur sie gibt ...
. . Kap. 18. Nur so vermochten ...
. Teil 2b
. Schluss

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger