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Cyprian von Karthago († 258) - An Fortunatus (Ad Fortunatum, Vorrede und Leitsätze)

4.

Aber auch den Grundsatz, liebster Bruder, habe ich als nützlich und heilsam erkannt: bei einer so wichtigen Aufmunterung, die Märtyrer schaffen soll, gilt es, den langsamen und schleppenden Gang unserer Worte zu vermeiden und alle Weitläufigkeit der menschlichen Rede fernzuhalten, und man darf nur Worte Gottes anführen, mit denen Christus seine Diener zum Martyrium ermuntert. Die göttlichen Gebote selbst muß man als Waffen den Kämpfenden darbieten. Sie mögen als Mahnrufe der Kriegstrompete, sie als Kampfsignale dienen! Auf sie sollen die Ohren gespannt lauschen, durch sie sollen die Herzen in Bereitschaft gesetzt, durch sie die geistigen und körperlichen Kräfte gestählt werden, um alle Leiden zu ertragen! Wollen nur wir, die wir durch Gottes Gnade den Gläubigen die erste Taufe gegeben haben, jeden einzelnen auch für die andere Taufe vorbereiten, indem wir ihnen ans Herz legen und zeigen. daß dies eine Taufe ist, noch größer in der Gnade, noch erhabener in der Macht, noch kostbarer an Wert, eine Taufe, die die Engel vollziehen, eine Taufe, über die Gott und sein Gesalbter sich freuen, eine Taufe, nach der niemand mehr sündigt, eine Taufe, die das Wachstum unseres Glaubens zur Vollendung bringt, eine Taufe, die uns bei unserem Abscheiden von der Welt sofort mit Gott vereinigt! Bei der Wassertaufe empfängt man Vergebung der Sünden, bei der Bluttaufe die Krone der Tugenden. Es ist etwas Wünschens- und Begehrenswertes, das wir mit all unseren Bitten und Gebeten erflehen müssen, daß wir, die Gottes Diener gewesen sind, auch Gottes Freunde werden mögen.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger