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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Drittes Buch
IV. Kapitel

31.

1. Wie sollte aber der sein Leben nach Gottes Willen führen, der sich jeder Begierde völlig hingibt, während der Herr doch gesagt hat: "Ich aber sage: Du sollst nicht begehren!"1

2. Und sollte einer aus freiem Willen sich zum Sündigen entschließen und den Ehebruch und die Unzucht und die Befleckung der anderen Ehen als Grundsatz aufstellen, während wir doch sogar die anderen bemitleiden, die unfreiwillig sündigen?

3. Und wenn die Welt, in die sie kamen, etwas Fremdes für die war, so werden sie nicht im Besitz der Wahrheit sein, da sie in dem Fremden nicht treu waren.2

4. Wird etwa irgendein Fremder seinen Übermut an den Bürgern auslassen und sie beleidigen? Wird er nicht vielmehr als Gast3 sich mit dem Notwendigen begnügen und sein Leben hinbringen, ohne bei den Bürgern Anstoß zu erregen?

5. Wie können sie ferner behaupten, Gott allein erkannt zu haben, wenn sie das nämliche tun wie diejenigen, die von den Heiden gehaßt sind, weil sie das von den Gesetzen Gebotene nicht tun, das heißt das nämlich wie die Ungerechten und die Zuchtlosen und die Habgierigen und die Ehebrecher?

6. Sie sollten ja auch während ihres Aufenthaltes in der Fremde ein sittsames Leben führen, um so in der Tat ihre königliche Abstammung zu zeigen.

1: Mt 5,28.
2: Vgl. Lk 16,12.
3: Vgl. 1Petr 2,11.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger