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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Drittes Buch
IV. Kapitel

27.

1. Manche bezeichnen auch die Aphrodite Pandemos (die gemeine sinnliche Liebe)1 als eine mystische Gemeinschaft, wodurch sie schon dieser Bezeichnung einen Schimpf antun.

2. Denn auch eine böse Tat nennt man ein Werk, wie auch die gute Tat mit dem gleichen Wort "Werk" bezeichnet wird. Ebenso ist die Gemeinschaft etwas Gutes, wenn es sich um die Mitteilung von Geld und Nahrung und Kleidung handelt; jene Leute aber haben gottlos auch jede beliebige Liebesumarmung Gemeinschaft genannt.

3. Nun wird erzählt, einer von ihnen sei an ein schönes Mädchen von uns herangetreten und habe zu ihm gesagt: "Es steht geschrieben: Gib jedem, der dich bittet!"2 Dieses aber habe, ohne die Zuchtlosigkeit des Mannes zu verstehen, ganz würdig geantwortet: "Aber über die Ehe sprich mit der Mutter!"

4. O die Gottlosigkeit! Sogar die Worte des Herrn verfälschen diese Gesellen der Unzucht, diese Brüder der Wollust, die nicht nur eine Schmach für die Philosophie, sondern für das ganze Leben sind. Sie verfälschen die Wahrheit, nein vielmehr sie untergraben sie, soweit es ihnen möglich ist.

5. Denn die dreimal Unseligen machen die fleischliche Gemeinschaft des Beischlafes zu einem heiligen Mysterium und meinen, daß diese sie zum Reich Gottes emporführe.

1: Vgl. Platon, Gastmahl p. 180 E ff.
2: Lk 6,30; Mt 5,42.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger