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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Drittes Buch

II. Kapitel

5.

1. Die Anhänger des Karpokrates und des Epiphanes aber fordern, daß die Weiber allen gemeinsam seien.1 Sie tragen die Schuld an der schlimmsten Lästerung, die sich über den Christennamen ergossen hat.

2.2 Dieser Epiphanes, von dem auch Schriften vorhanden sind, war ein Sohn des Karpokrates und einer Mutter namens Alexandreia; vom [S. 260] Vater her war er ein Alexandriner, von der Mutter her ein Kephallenier; er lebte aber im ganzen nur siebzehn Jahre, und in Same auf Kephallenia wird er als Gott verehrt; dort sind ihm ein Tempel aus großen Steinblöcken,3 Altäre, heilige Bezirke und ein Museion erbaut und geweiht; und an jedem Neumond versammeln sich die Kephallenier in dem Tempel, feiern den Tag, an dem Ephiphanes unter die Götter aufgenommen wurde, als seinen Geburtstag mit Opfern, gießen ihm Trankopfer aus und schmausen, und Hymnen werden gesungen.

3. Er war bei seinem Vater in der allgemeinen Bildung und in der platonischen Philosophie unterrichtet worden und begründete die monadische (auf die einzelnen beschränkte) Gnosis, und auch die Sekte der Karpokratianer geht auf ihn zurück.

1: Zu 5,1 – 8,3 und 9,2.3 vgl. Hilgenfeld, Ketzergeschichte S. 402 ff.
2: Zu 5,2.3 vgl. Epiphaneios; Haer. 32,3 S. 442,4-18.
3: Zum Ausdruck vgl. Hom. Od. 6,267.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger