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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Drittes Buch
I. Kapitel

3.

1. Manchmal sagen wir aber auch nur mit dem Mund: Wir wollen nicht sündigen, während unser Denken auf das Sündigen gerichtet ist. Ein solcher Mensch tut aus Furcht nicht, was er tun möchte, damit ihm keine Strafe zuerkannt werde.

2. Die Menschheit hat aber einiges, was sowohl notwendig als auch natürlich ist, und anderes, was nur natürlich ist. So ist es notwendig und natürlich, daß man sich bekleidet, dagegen ist der Liebesgenuß zwar etwas Natürliches, aber nicht etwas Notwendiges."1

3. Diese Sätze führte ich zur Beschämung der Basilidianer an, die ihr Leben nicht richtig führen, weil sie glauben, entweder wegen ihrer Vollkommenheit die Erlaubnis auch zum Sündigen zu haben, oder wegen ihrer angeborenen Zugehörigkeit zum auserwählten Geschlecht doch in jedem [S. 259] Fall durch ihre Naturanlage gerettet zu werden, auch wenn sie jetzt sündigten; denn die Stifter ihrer Lehren gestatten nicht einmal das nämliche wie sie zu tun.

4. Sie sollten also den Namen Christi nicht als Deckmantel nehmen und seinem Namen nicht dadurch eine Schmach anhängen, daß sie noch zuchtloser leben als die Unenthaltsamsten von den Heiden. "Denn solche Leute sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter" bis zu den Worten "deren Ende entsprechend ihren Werken sein wird."2

1: Vgl. Epikuros Fr. 456 Usener.
2: 2 Kor 11,13.15.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger