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Cyprian von Karthago († 258) - Briefe
11. Brief

2. Kapitel

Dies alles haben wir zu leiden infolge unseres eigenen Verschuldens und Verdienstes, wie die Stimme des göttlichen Richters im voraus gemahnt hat mit den Worten: „Wenn sie mein Gesetz verlassen und in meinen [S. 36] Rechten nicht wandeln, wenn sie meine Satzungen entheiligen und meine Gebote nicht halten, so werde ich ihre Missetaten mit der Rute heimsuchen und ihre Sünden mit der Geißel1.“ Ruten- und Geißelhiebe bekommen wir also zu fühlen, weil wir Gott weder durch gute Werke gefallen noch ihm für unsere Sünden Genugtuung leisten. Aus dem innersten Herzen und von ganzer Seele laßt uns deshalb Gottes Barmherzigkeit anflehen; denn er hat auch noch die weiteren Worte hinzugefügt: „Meine Barmherzigkeit aber will ich nicht abwenden von ihnen2.“ Laßt uns bitten, und wir werden empfangen; und wenn es lange währt und dauert, bis wir empfangen, weil wir schweren Anstoß gegeben haben, so lasset uns anklopfen; denn „wer da anklopfet, dem wird aufgetan3“, vorausgesetzt nur, daß unsere Bitten und Seufzer und Tränen — und hierin sollen wir uns eifrig und beständig zeigen! — an die Türe pochen und Einmütigkeit unter uns herrscht im Gebete.

1: Ps. 88, 31-33 [hebr. Ps. 89, 31-33].
2: Ebd. [Ps. 88, 34 [hebr. Ps. 89, 34].
3: Matth. 7, 7; Luk. 11, 10.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger