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Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
22. Buch

24. Selbst auch dieses in Verdammung verstrickte Leben hat der Schöpfer reichlich mit Gütern ausgestattet.

Doch nun müssen wir uns vor Augen führen, mit welch reichlichen Gütern gerade diesen unseligen Zustand des Menschengeschlechtes, der Gottes Strafgerechtigkeit ins rechte Licht setzt, seine Güte ausgestattet hat, mit der er alles Erschaffene regiert. Zunächst wollte er jenen ersten Segen, den er vor der Sünde ausgesprochen hatte mit den Worten1 : „Wachset und mehrt euch und erfüllet die Erde“, auch nach der Sünde nicht zurücknehmen, und es verblieb die einmal verliehene Fruchtbarkeit auch dem verdammten Geschlechte; und so vermochte das Verderben der Sünde, durch das wir uns den Tod als unvermeidliches Übel zugezogen haben, doch nicht die in den Menschenleib gelegte, ihm sozusagen eingewebte wunderbare Samenkraft und die noch wunderbarere Samenerzeugungskraft zu beseitigen; vielmehr zieht beides nebeneinander dahin auf dem Strom, den das Menschengeschlecht gewissermaßen bildet: das Übel, das vom Stammvater herkommt, und das Gut, das vom Schöpfer verliehen wird. Das angestammte Übel schließt zweierlei in sich: Sünde und Strafe; das angestammte Gut ebenfalls: Fortpflanzung und Arterhaltung. Doch mit den Übeln, von denen das eine, die Sünde, von unserer Vermessenheit gekommen ist, das andere, die Strafe, vom Gerichte Gottes, habe ich mich im gegenwärtigen Zusammenhang bereits zur Genüge befaßt. Jetzt will ich von dem Guten reden, was Gott auch der sündigen und verdammten Natur gewährt hat oder bis jetzt gewährt. Denn durch die Verdammung hat er ihr nicht alles wieder entzogen, was er ihr verliehen hatte, sonst bestünde sie überhaupt nicht mehr; noch hat er sie dadurch aus seiner Gewalt gegeben, nicht einmal insoweit, als er sie zur Strafe dem Teufel unterstellt hat, da er eben auch den Teufel nicht außerhalb seiner Herrschgewalt gestellt hat; ist doch schon auch nur das Bestehen der Teufelsnatur das Werk dessen, der im höchsten Sinne besteht und Bestand gibt allem, was nur irgendwie besteht.

Von jenen beiden Gütern also, die, wie gesagt, auch auf die durch die Sünde verderbte und durch die Strafe verdammte Natur sozusagen aus dem Born der Güte Gottes überströmen, hat Gott die Fortpflanzung schon unter den Weltschöpfungswerken verliehen, von denen er am siebenten Tage geruht hat; dagegen die Arterhaltung gehört zu jenem Wirken Gottes, womit er wirkt bis zur Stunde2 . Denn würde er seine wirksame Macht den Dingen entziehen, so könnten diese weder voranschreiten, noch durch die ihnen zugemessenen Bewegungen die Zeiten vollenden, noch auch nur überhaupt in ihrem Erschaffungszustand verbleiben. Gott hat also dem Menschen schon bei der Erschaffung eine Art Fruchtbarkeit mit auf den Weg gegeben, durch die der Mensch andere Menschen sollte ins Dasein setzen können, indem er ihnen die Möglichkeit der Fortpflanzung, nicht einen Zwang dazu mit anerzeugt; doch hat Gott die Fruchtbarkeit nach seinem Belieben manchen benommen, und diese sind dann unfruchtbar gewesen; er hat sie aber nicht dem ganzen Menschengeschlecht benommen, nachdem er sie den zwei ersten Gatten einmal durch einen für alle Folgezeit gültigen Segen verliehen hatte. Indes ist auch die Fortpflanzung, wenn sie auch nicht aufgehoben worden ist durch die Sünde, doch etwas anderes geworden, als sie gewesen wäre, wenn niemand gesündigt hätte. Von da ab nämlich, da sich der Mensch von seinem Ehrenplatz weg, nachdem er gefehlt hatte, den Tieren gleichstellte3 , zeugt er auch nach Art der Tiere; nur daß in ihm immer noch der Gottesfunke glimmt in der Vernunft, worin er nach Gottes Bild erschaffen ist. Aber die Fortpflanzung für sich allein, wenn nicht auch die Arterhaltung hinzuträte, würde nicht zur gleichen Art in Form und Daseinsweise führen. Gott hätte zwar, wenn die Menschen sich nicht begattet hätten und gleichwohl die Erde mit Menschen bevölkert werden sollte, die ganze Erdbevölkerung gerade so gut unter Ausschaltung der geschlechtlichen Verbindung erschaffen können, wie er den einen so hat erschaffen können; dagegen kann die Begattung nur durch Gottes Schöpfermacht zur Zeugung führen. Man kann darum das Wort, das der Apostel von der geistlichen Heranbildung des Menschen zur Gottseligkeit und Gerechtigkeit gebraucht, nämlich4 : „Weder der Pflanzende noch der Begießende bedeutet etwas, sondern nur Gott, der das Wachstum gibt“, auch auf dieses Verhältnis anwenden und sagen: Weder Begattung noch Besamung bedeutet etwas, sondern nur Gott, der die Form schafft; auch die Mutter, die die Leibesfrucht trägt und nach der Geburt ernährt, macht’s nicht aus, sondern nur Gott, der das Wachstum gibt. Er ist es, der durch das Wirken, womit er wirkt bis zur Stunde5 , herbeiführt, daß der Same seine Kraft entfaltet und sich aus unsichtbaren Einschlüssen zu den sichtbaren Formen der schönen Gestalt, wie wir sie vor Augen haben, entwickelt; er ist es, der die unkörperliche und die körperliche Natur, jene in Über-, diese in Unterordnung, wunderbar verbindet und ineinander verschlingt und so zu einer belebten Natur macht. Und dieses sein Werk ist so großartig und wunderbar, daß es nicht bloß am Menschen, der ein vernunftbegabtes Wesen ist und dadurch über alle anderen irdischen Leibeswesen weit emporragt, sondern auch schon an der kleinsten Mücke dem denkenden Beobachter Staunen einflößt und ihn zum Preise des Schöpfers veranlaßt.

Gott also hat der menschlichen Seele den Geist gegeben, in welchem Vernunft und Erkenntnis beim Kinde noch gleichsam schlummern, als wären sie gar nicht vorhanden; sie müssen geweckt und entwickelt werden mit dem zunehmenden Alter, wenn einmal der Geist empfänglich ist für Wissenschaft und Belehrung und fähig zur Aufnahme der Wahrheit und der Liebe zum Guten; kraft solcher Empfänglichkeit soll er Weisheit schöpfen und sich mit Tugenden ausrüsten, die ihn befähigen, in Klugheit, Tapferkeit, Mäßigung und Gerechtigkeit den Kampf wider Irrtümer und die sonstigen angeborenen Gebrechen zu führen und sie zu überwinden aus Sehnsucht nach nichts anderem als nach jenem höchsten und unwandelbaren Gute. Mag er das auch nicht wirklich tun, so ist doch schon die Empfänglichkeit für solche Güter an der von Gott mit Vernunftbegabung ausgestatteten Natur ein Gut, so groß, daß man es erschöpfend kaum aussprechen oder sich vorstellen kann. Denn auch abgesehen von den Künsten recht zu leben und zu unvergänglicher Seligkeit zu gelangen, von den Tugenden also, wie man diese Künste nennt, die nur durch Gottes Gnade in Christo den Kindern der Verheißung und des Reiches zuteil werden: sind nicht durch den Menschengeist so viele und großartige Künste erfunden und betätigt worden, teils unentbehrliche, teils dem Vergnügen dienende, daß die überragende Kraft des Geistes und der Vernunft selbst auch in ihren überflüssigen oder sogar gefährlichen und verderblichen Strebungen dafür zeugt, welch herrliches Gut sie ihrem Wesen nach ist, das es ihr ermöglichte, derlei Dinge zu erfinden, sich anzueignen und zu betätigen. Zu welch wunderbaren, staunenswerten Erzeugnissen ist menschliche Betriebsamkeit im Bekleidungs- und Baugewerbe gelangt; wie weit hat sie es in der Bodenbebauung, in der Schiffahrt gebracht; was hat sie alles erdacht und ausgeführt in der Herstellung von Gefäßen aller Art und darüber hinaus von Bildwerken und Malereien in mannigfaltiger Abwechslung; was hat sie in den Theatern Wunderbares für das Auge, Unglaubliches für das Ohr zu schaffen und darzubieten unternommen; welch vielgestaltige Erfindungen hat sie gemacht, um die vernunftlosen Lebewesen einzufangen, zu töten oder zu bändigen; dazu die vielen Arten von Gift, von Waffen, von Maschinen wider die Menschen selbst, und welch große Zahl von Heil- und Hilfsmitteln, die sie ausgedacht hat zu Schutz und Wiederherstellung der vergänglichen Gesundheit; wieviel Würzen und Eßlustreize hat sie für den Gaumenkitzel erfunden; welche Menge verschiedener Zeichen, darunter an erster Stelle Sprache und Schrift, hat sie ersonnen zur Kundgabe und Beibringung der Gedanken, welche Redeschmuckformen und wie vielerlei Dichtarten zur Erheiterung für das Gemüt, wieviel Tonwerkzeuge, welche Sangesweisen zum Genuß für das Ohr; welch große Kenntnis hat sie in Maß und Zahl erlangt, mit welchem Scharfsinn die Bahnen und Stellungen der Gestirne erfaßt; welche Unsumme von Wissen über die Dinge der Welt hat sie aufgespeichert! Man käme ja an kein Ende, namentlich wenn man nicht bloß alles in Bausch und Bogen aufführen, sondern überall ins Einzelne gehen wollte! Und schließlich wieviel glänzender Geist ist von Philosophen und Häretikern aufgewendet worden bei Vertretung von Irrtum und Unwahrheit! Wer vermöchte das abzuschätzen? Ich spreche ja hier von dem Wesen des menschlichen Geistes, dieser Zier des vergänglichen Lebens, nicht vom Glauben und dem Wege der Wahrheit, der Führerin zum unvergänglichen Leben. Dieses herrlichen Wesens Schöpfer ist kein anderer als der wahre und höchste Gott, und da er auch alles regiert und im Besitz der höchsten Macht und der höchsten Gerechtigkeit ist, so wäre der Menschengeist sicher niemals in solches Elend herabgesunken noch würde er aus diesem, abgesehen von denen, die gerettet werden, in ewiges Elend geraten, wenn nicht zuvor bei dem ersten Menschen, von dem alle übrigen entsprossen sind, eine furchtbar große Sünde eingetreten wäre.

Wie herrlich zeigt sich ferner Gottes Güte, wie herrlich die Vorsehung des großen Schöpfers an unserem Leibe, obwohl dieser, was das Sterben betrifft, vor dem der Tiere nichts voraus hat und im übrigen schwächer ist als der vieler Tiere. Schon die Stellung der Sinnesorgane und die Verteilung der übrigen Glieder, dazu die Erscheinung, Gestalt und Haltung des ganzen Körpers verraten, daß er zum Dienste einer vernunftbegabten Seele geschaffen ist. Denn nicht wie wir es an den der Vernunft baren Lebewesen sehen, zur Erde gebeugt, ist der Mensch erschaffen; vielmehr mahnt ihn die zum Himmel emporgereckte Leibesgestalt, nach dem zu trachten, was oben ist6 . Sodann die wunderbare Beweglichkeit, die der Zunge und den Händen verliehen ist und sie zum Sprechen und Schreiben geschickt und geeignet macht und zur Ausübung so vieler Künste und Verrichtungen, ist sie nicht ein deutlicher Hinweis darauf, wie vortrefflich die Seele sein müsse, zu deren Dienst ein so vortrefflich eingerichteter Leib bestimmt ist? Aber auch abgesehen von der Eignung zu den notwendigen Arbeiten: die Zusammenstimmung aller Teile ist so vielfältig und entspricht sich gegenseitig in so schönem Gleichmaß, daß man zunächst nicht weiß, ob bei der Erschaffung des Leibes die Rücksicht auf die Zweckmäßigkeit oder auf die Schönheit ausschlaggebend war. Jedenfalls sehen wir an ihm nichts der Zweckmäßigkeit halber erschaffen, was nicht auch als Zier angesprochen, werden könnte. Das würde uns noch deutlicher zum Bewußtsein kommen, wenn wir die Maßverhältnisse kannten, nach denen alles untereinander verknüpft und zusammengestimmt ist; diesen würde man auch wirklich etwa auf die Spur kommen können bei den äußerlich zutage tretenden Körperteilen, falls man sich die Mühe machte; was jedoch verdeckt und dem Auge unzugänglich ist, wie die vielfach verschlungenen Adern, Nerven, Sehnen, Flechsen, Gedärme, worauf in geheimnisvoller Weise das Leben beruht, das vermag niemand zu entdecken. Mögen auch die Ärzte, die man Anatomen nennt, in ihrem etwas grausamen Eifer den Leib von Toten zerlegen oder selbst den von Sterbenden zerschneiden, mit dem Seziermesser in der Hand auf der Suche, und im menschlichen Fleisch recht unmenschlich alles Verborgene durchwühlen, um zu erfahren, bei was und wo und wie die Heilung einzusetzen habe: die Maßverhältnisse, von denen ich hier rede, auf denen die Zusammenstimmung, die Harmonie, wie die Griechen sagen, des ganzen Leibes äußerlich und innerlich zu einer Art kunstvoller Maschine beruht, das hat doch noch keiner herauszubringen vermocht, ja nur überhaupt zu erforschen unternommen. Wäre man in der Lage, diese Verhältnisse zu erkennen, so würde selbst auch bei den inneren Eingeweiden, die nichts Anziehendes aufweisen, die begriffliche Schönheit ein solches Wohlgefallen auslösen, daß man diese Schönheit über jeden sichtbaren Formenreiz, der den Augen schmeichelt, nach dem Urteil des Geistes, der die Augen zu Werkzeugen hat, stellen würde. Dagegen ist manches am Leibe vorhanden, was lediglich der Zier dient, nicht auch einem Gebrauche; wie denn die männliche Brust Warzen hat, das männliche Antlitz einen Bart aufweist, der nicht etwa zum Schutz, sondern zum Mannesschmuck dient, wie das glatte Gesicht der Frau zeigt, die als das schwächere Geschlecht ohne Zweifel noch mehr Anspruch auf Schutz hätte. Wenn es also, wenigstens unter den sichtbaren Gliedern [wo das unbestreitbar ist] keines gibt, das einem Gebrauchszweck angepaßt ist, ohne zugleich schön zu sein, dagegen manch eines, das nur zur Zierde und nicht zum Gebrauch da ist, so wird man sich, glaube ich, leicht überzeugen, daß bei der Erschaffung des Leibes der Adel der Erscheinung noch über das bloße Bedürfnis gestellt wurde. Das Bedürfnis sollte ja vorübergehen, und es sollte eine Zeit kommen, wo wir aneinander in der Schönheit allein ohne alles Begehren Genuß finden, und das ganz besonders muß uns zum Preise eines Schöpfers auffordern, dem der Psalmist zuruft7 : „Lob und Zier hast Du angelegt.“

Und nun all die übrige Schönheit und Zweckmäßigkeit des Erschaffenen, die dem Menschen durch Gottes Freigebigkeit zu schauen und heranzuziehen vergönnt ist, trotzdem er solchen Mühsalen preisgegeben, zu solchen Nöten verdammt ist! Woher die Worte nehmen, es erschöpfend zusammenzufassen? Die vielgestaltige und wechselnde Schönheit des Himmels, der Erde, des Meeres, die Fülle und wunderbare Pracht des Lichtes, die Sonne, der Mond, die Gestirne, die grünen Wälder, Farben und Duft der Blumen, die geschwätzige und buntgefiederte Vogelwelt in ihrer reichen Zahl und Abstufung, die mannigfachen Erscheinungen der übrigen Tierwelt, von der die kleinsten Arten noch die meiste Bewunderung erwecken [über die Tätigkeit der winzigen Ameisen und Bienen staunen wir in der Tat mehr als über die ungeheuren Leiber der Wale], das großartige Schauspiel, das uns das Meer darbietet, wenn es sich in verschiedene Färbungen wie in Gewänder kleidet und bald grün und das wieder in vielen Abstufungen, bald purpurfarben, bald blau erscheint. Welchen Genuß bietet ferner sein Anblick, wenn es erregt ist, um so angenehmer, als der Beschauer nicht hin und her geworfen wird wie der Schiffahrer. Was soll ich sagen von der unermeßlichen Fülle von Speisen wider den Hunger? von der Mannigfaltigkeit der Würzen wider den Ekel, die die Natur aus ihrem Füllhorn ausgießt, nicht die Kochkunst erst mühsam erfindet? von all den Mitteln, die Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen? Wie angenehm ist der regelmäßige Wechsel zwischen Tag und Nacht, wie schmeichelnd das Kosen der Lüfte! Welch reichlichen Stoff zu Gewändern bieten Pflanzen und Tiere. Wer könnte alles aufzählen? Wollte ich auch nur das oben Angedeutete, gleichsam ein verschnürtes Bündel, auseinandernehmen und besprechen, wie lang müßte ich mich aufhalten bei den einzelnen Punkten, die so viel in sich schließen! Und all das sind nur Tröstungen für Unselige und Verdammte, nicht Belohnungen der Seligen. Worin werden erst diese bestehen, wenn schon jene Tröstungen so reichlich, herrlich und groß sind? Was wird Gott denen, die er zum Leben vorherbestimmt hat, geben, da er doch die genannten Güter auch denen gegeben hat, die er zum Tode vorherbestimmt hat? Welche Güter wird er in jenem seligen Leben die genießen lassen, für welche er in diesem unseligen Leben seinen eingeborenen Sohn so große Übel selbst mit Einschluß des Todes erdulden lassen wollte? Darum sagt ja der Apostel, wo er von den zu jenem Reiche Vorherbestimmten spricht8 : „Er, der seines eigenen Sohnes nicht geschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns nicht mit ihm alles schenken?“ Wenn diese Verheißung sich erfüllt, was werden wir da sein, in welchem Zustand uns befinden! Welche Güter werden wir erhalten in jenem Reiche, da wir doch schon ein so kostbares Unterpfand erhalten haben in Christi Tod für uns! Welche Geistes-Verfassung, wenn der Mensch gar keine Leidenschaft mehr hat, keine, der er ergeben wäre, keine, der er erläge, keine auch nur, mit der er rühmlich kämpfte, ein Geist in vollfriedlichem Besitz der Tugend! Und das Wissen über alle Dinge, wie umfassend, wie herrlich, wie sicher, frei von allem Irrtum, überhoben aller Mühe, muß es da sein, wo man Gottes Weisheit an ihrer Quelle trinkt, mit höchster Seligkeit, ohne jede Schwierigkeit! Dazu die herrliche Verfassung des Leibes, der nun in jeder Hinsicht dem Geiste ergeben sein und, von ihm belebt, keiner Nahrung bedürfen wird! Denn er wird nicht ein seelischer, sondern ein geistiger Leib sein, zwar dem Wesen nach Fleisch, jedoch ohne alle dem Fleisch anhängende Vergänglichkeit.

1: Gen. 1, 28.
2: Vgl. Joh. 5, 17.
3: Vgl. Ps. 48, 13.
4: 1 Kor. 3, 7.
5: Vgl. Joh. 5, 17.
6: Vgl. Kol. 3, 2.
7: Ps. 103, 1.
8: Röm. 8, 32.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger