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Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
18. Buch

30. Die Weissagungen von Michäas, Jonas und Joel in bezug auf den Neuen Bund.

Michäas gebraucht von Christus das Bild eines großen Berges und läßt sich also vernehmen1 : „In den letzten Tagen wird allen sichtbar sein der Berg des Herrn, aufgegipfelt über die Berge, erhöht über die Hügel. Und es werden die Völker zu ihm eilen, viele Völker werden unterwegs sein und sprechen: Kommt, wir wollen hinaufsteigen auf den Berg des Herrn und zum Hause des Gottes Jakobs, und er wird uns den Weg zu sich zeigen, und wir werden auf seinen Pfaden wandeln; denn von Sion wird das Gesetz ausgehen und von Jerusalem das Wort des Herrn. Und er wird Richter sein zwischen vielen Völkern und mächtige Volksstämme bis in weite Ferne zurechtweisen.“ Auch den Geburtsort Christi hat dieser Prophet vorhergesagt2 : „Und du Bethlehem, Haus Ephrata, bist die kleinste, die es gibt unter den tausenden Judas; aus dir wird mir einer hervorgehen, der bestimmt ist zum Fürsten Israels; und sein Hervorgang ist von Anbeginn und seit den Tagen der Ewigkeit. Darum wird er dieselben hingeben bis zur Zeit der Geburt, sie wird gebären, und der Überrest seiner Brüder wird sich zu den Söhnen Israels hinwenden. Und er wird feststehen und schauen und seine Herde weiden in der Kraft des Herrn, und sie werden dem Namen Gottes des Herrn Ehre machen; denn nun wird er verherrlicht werden bis an die Grenzen der Erde.“

Der Prophet Jonas dagegen hat nicht so fast in Worten, als vielmehr durch die Art seines Leidens Christum geweissagt, und wahrlich deutlicher, als wenn er dessen Tod und Auferstehung mit lauter Stimme verkündet hätte. In seinem Verschwinden im Bauche des Meerungeheuers und dem Wiederhervorgehen daraus am dritten Tage3 deutet er auf Christus hin, wie er aus der Tiefe der Unterwelt am dritten Tage wiederkehren sollte.

Joels Weissagungen bedürfen alle einer ausführlichen Erklärung, soll die Beziehung auf Christus und die Kirche deutlich hervortreten. Gleichwohl sei eine Stelle hierhergesetzt, die auch die Apostel angeführt haben4 , als der Heilige Geist, wie es von Christus verheißen war, über die versammelten Gläubigen herabkam. „Und danach“, so heißt es bei ihm5 , „werde ich von meinem Geist ausgießen über alles Fleisch; und weissagen werden eure Söhne und eure Töchter; eure Ältesten werden Träume haben und eure jungen Männer Gesichte schauen; ja, über meine Knechte und Mägde werde ich in jenen Tagen ausgießen von meinem Geiste.“

1: Mich. 4, 1-3.
2: Ebd. 5, 2-4.
3: Jon. 2, 1.
4: Apg. 2, 17 f.
5: Joel 2, 28 f.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger