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Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
1. Buch

29. Was soll also die Gefolgschaft Christi den Ungläubigen entgegnen auf den Vorhalt, daß Christus die Seinen vor der Wut der Feinde nicht geschützt habe?

Somit hat die ganze Gefolgschaft des höchsten und wahren Gottes ihren Trost, und zwar nicht einen trügerischen, auch nicht einen, der auf wankenden und schwankenden Grund seine Hoffnung baut; und das Leben auf Erden gilt ihr durchaus nicht als ein Gegenstand des Überdrusses, sondern als die Schule für das ewige Leben, indem sie die irdischen Güter nach Art eines Wanderers gebraucht, ohne sich an sie zu fesseln, an den Übeln hingegen ihre Prüfung oder ihre Läuterung durchmacht. Die Spötter über ihre Rechtlichkeit aber, die ihr zurufen, wenn sie in zeitliche Übel gerät: „Wo ist denn dein Gott?“1 , mögen selbst Rede stehen, wo denn ihre Götter sind, wenn Leiden über sie kommen, zu deren Hintanhaltung sie doch ihre Götter verehren oder deren Verehrung zur Pflicht machen wollen. Denn die Christengemeinde erwidert: Unser Gott ist überall gegenwärtig, überall ganz, nirgends eingeschlossen, er kann unsichtbar anwesend, ohne sich zu bewegen abwesend sein; wenn er uns mit Unglück heimsucht, so geschieht es, um Verdienste zu erproben oder Sünden zu strafen, und er hat für uns einen ewigen Lohn für fromm erduldete zeitliche Übel in Bereitschaft; ihr aber, wer seid ihr, daß man mit euch auch nur über eure Götter reden sollte, geschweige denn über unsern Gott, der „furchtbar ist über alle Götter; denn alle Götter der Heiden sind Dämonen, der Herr aber hat die Himmel gemacht“2 .

1: Ps. 41, 4.
2: Ps. 95, 4 f.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger