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Tertullian († um 220) - Gegen Praxeas. (Adversus Praxeas)

31. Cap. Der starre Monotheismus ist der Standpunkt des Judentums, über welchen sich die christliche Trinitätslehre als vollendetere Stufe der Gotteserkenntnis erhebt. Im neuen Bunde ist in ihr allein das Heil zu finden.

Aber in der Weise an die Einheit Gottes zu glauben, dass man ihm keinen Sohn und dem Sohne keinen hl. Geist beigeben will, das entspricht dem Glauben der Juden. Was für einen Unterschied zwischen ihnen und uns gäbe es denn sonst noch, wenn nicht diesen? Was bezweckt denn das Evangelium, was enthält das neue Testament, welches Gesetz und Propheten bis auf Johannes gehen lässt, wenn nicht von nun an Vater, Sohn und hl. Geist, diese drei im Glauben festgehalten, den einen Gott darstellen? Gott wollte die Glaubenslehre in der Art erneuern, dass man in einer neuen Weise an seine Einheit glaube durch den Sohn und den hl. Geist, so dass Gott jetzt in seinen eigentümlichen Namen [S. 558] und Personen offen erkannt werde, während er früher, obwohl durch den Sohn und den hl. Geist gepredigt, nicht verstanden wurde. Es mögen also unsere Antichriste, die den Vater und den Sohn leugnen, sich vorsehen! Sie leugnen nämlich den Vater, indem sie ihn für identisch mit dem Sohne ausgeben und den Sohn, indem sie ihn für identisch mit dem Vater halten; sie legen ihnen bei, was ihnen nicht gebührt, und entziehen ihnen das, was sie wirklich sind. Wer hingegen bekennt, Christus sei Sohn Gottes und nicht Vater, in dem bleibt Gott und er in Gott. Wollten wir nicht dem Zeugnisse Gottes glauben, welches er in betreff seines Sohnes abgelegt hat?! Wer den Sohn nicht hat, der hat auch das Leben nicht. Derjenige aber hat den Sohn nicht, der ihn für etwas anderes hält als für den Sohn.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger