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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
111. Vortrag

4.

Wie also werden wir nicht bei Christus sein, wo er ist, wenn wir mit ihm im Vater sein werden, in welchem er ist? Es hat uns auch der Apostel, obwohl wir noch nicht die Sache selbst haben, sondern nur die Hoffnung darauf festhalten, darüber nichts verschwiegen. Er sagt nämlich: „Wenn ihr mit Christus auferstanden seid, so suchet, was droben ist, wo Christus ist, zur [S. 1087] Rechten des Vaters sitzend; was droben ist, habet im Sinn, nicht was auf der Erde ist. Denn ihr seid gestorben“, sagt er, „und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott“. Siehe, vorläufig ist durch Glaube und Hoffnung unser Leben, wo Christus ist, bei ihm, weil es mit Christus in Gott ist. Siehe, es ist gleichsam schon geschehen, um dessen Erfüllung er bat mit den Worten: „Ich will, daß, wo ich bin, auch sie mit mir seien“, aber jetzt im Glauben. Wann aber wird es in der Anschauung geschehen? „Wenn Christus“, sagt er, „euer Leben, erscheinen wird, dann werdet auch ihr mit ihm erscheinen in Herrlichkeit“1. Dann werden wir als das erscheinen, was wir sein werden, weil es dann sich zeigen wird, daß wir es nicht grundlos geglaubt und gehofft haben, bevor wir es waren. Das wird derjenige zustande bringen, zu dem der Sohn nach den Worten: „Damit sie meine Herrlichkeit sehen, die Du mir gegeben hast“, sogleich weiter sagte: „Weil Du mich geliebt hast vor Grundlegung der Welt“. Denn in ihm hat er auch uns geliebt vor Grundlegung der Welt und damals vorherbestimmt, was er am Ende der Welt tun wird.

1: Kol. 3, 1―4.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger