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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
105. Vortrag

6.

[Forts. v. [S. 1043] ] Aber diese Vorherbestimmung in seiner Verherrlichung, wodurch ihn der Vater verklärte, hat er durch das, was er beifügte, noch deutlicher dargetan: „Mit der Herrlichkeit, die ich, bevor die Welt war, bei Dir hatte“. Die Reihenfolge der Worte ist diese: „die ich bei Dir hatte, ehe die Welt war“. Darauf zielt ab, wenn er sagt: „Und jetzt verherrliche mich“, d. h. wie damals, so auch jetzt; wie damals durch die Vorherbestimmung, so auch jetzt durch die Vollbringung; tue in der Welt, was bei Dir schon vor der Welt gewesen war; tue zu seiner Zeit, was Du vor aller Zeit festgesetzt hast. Dies glaubten nun freilich einige so verstehen zu müssen, als würde die menschliche Natur, welche vom Worte angenommen wurde, in das Wort verwandelt und der Mensch in Gott umgeändert werden, oder vielmehr, wenn wir ihre Meinung genauer besehen, als würde der Mensch in Gott untergehen. Denn niemand wird sagen, daß infolge dieser Veränderung des Menschen das Wort Gottes entweder verdoppelt oder vergrößert werde, so daß entweder zwei seien, was einer war, oder größer sei, was kleiner war. Wenn nun aber, nach der Veränderung und Verwandlung der menschlichen Natur in das Wort, das Wort Gottes nach Größe und Beschaffenheit das sein wird, was es war, wo ist der Mensch, wenn er nicht untergeht?

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger