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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
101. Vortrag

2.

[Forts. v. [S. 1017] ] „Jesus aber erkannte“, wie der Evangelist weiter sagt, „daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Darüber fragt ihr euch untereinander, daß ich gesagt habe: Eine kleine Weile, und ihr werdet mich nicht sehen, und wiederum eine kleine Weile, und ihr werdet mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und wehklagen, die Welt aber wird sich freuen; ihr jedoch werdet trauern, allein eure Trauer wird sich in Freude verwandeln“. Und dies kann man so verstehen, daß die Jünger wegen des Todes des Herrn betrübt und sogleich wegen der Auferstehung erfreut wurden, während die Welt, ein Name, mit dem die Feinde, welche Christus getötet haben, bezeichnet werden, damals allerdings über die Tötung Christi sich freute, als die Jünger trauerten. Unter dem Namen „Welt“ kann man nämlich die Bosheit dieser Welt verstehen, d. h. der Menschen, welche Freunde dieser Welt sind. Darum sagt der Apostel Jakobus in seinem Briefe: „Wer ein Freund dieser Welt sein will, macht sich zum Feinde Gottes“1, und durch diese Feindschaft gegen Gott ist es geschehen, daß nicht einmal sein Eingeborener verschont wurde.

1: Jak. 4, 4.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger