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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
75. Vortrag

1.

[Forts. v. [S. 884] ] Nach der Verheißung des Heiligen Geistes hat der Herr, damit keiner meine, er habe ihn in der Art statt seiner geben wollen, daß nicht auch er selbst bei ihnen sein würde, hinzugefügt und gesagt: „Ich will euch nicht als Waisen (orphanos) zurücklassen, ich werde zu euch kommen“. Orphani ist soviel als pupilli. Jenes ist nämlich der griechische Name mit derselben Bedeutung, dieses der lateinische; denn auch im Psalme, wo wir lesen: „Dem Waisen (pupillo) wirst Du ein Helfer sein“1, hat der griechische Text orphano. Obwohl uns2 also der Sohn Gottes seinem Vater zu Adoptivsöhnen gemacht und gewollt hat, daß wir den nämlichen zum Vater haben sollten durch die Gnade, der sein Vater ist durch die Natur, so zeigt er dennoch auch selbst gegen uns gewissermaßen eine väterliche Zuneigung, indem er spricht: „Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich werde zu euch kommen“. Daher kommt es auch, daß er uns Söhne des Bräutigams nennt, wo er sagt: „Es wird die Stunde kommen, daß der Bräutigam von ihnen weggenommen wird, und dann werden die Söhne des Bräutigams fasten“3. Wer aber ist der Bräutigam als Christus der Herr?

1: Ps. 9, 14 [35] [= Vulg.; Sept. Ps. 9, 35; hebr. Ps. 10, 14].
2: Migne hat hier irrtümlich non statt nos.
3: Matth. 9, 15.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger