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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
74. Vortrag

4.

[Forts. v. [S. 882] ] Wenn er aber sagt: „Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen andern Paraklet geben“, so zeigt er, daß er ein Paraklet sei. Paraklet heißt nämlich soviel als Anwalt, und von Christus heißt es: „Wir haben einen Anwalt beim Vater, Jesus Christus, den Gerechten“1. So aber, sagte er, könne die Welt den Heiligen Geist nicht empfangen, wie es auch heißt: „Die Klugheit des Fleisches ist feindlich gegen Gott, denn sie ist dem Gesetze Gottes nicht unterworfen, sie kann es auch nicht“2; wie wenn wir sagen: Die Ungerechtigkeit kann nicht gerecht sein. „Welt“ sagt er nämlich an unserer Stelle, indem er die Liebhaber der Welt damit bezeichnet, eine Liebe, die nicht vom Vater ist3. Und darum ist der Liebe dieser Welt, mit der wir unsere Not haben, daß sie in uns vermindert und verzehrt werde, die Liebe Gottes entgegengesetzt, welche in unseren Herzen ausgegossen wird durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. „Die Welt“ also „kann ihn nicht empfangen, weil sie ihn nicht sieht und ihn nicht kennt“. Denn die Weltliebe hat keine unsichtbaren Augen, durch welche der Heilige Geist nur auf unsichtbare Weise gesehen werden kann.

1: 1 Joh. 2, 1.
2: Röm. 8, 7.
3: 1 Joh. 2, 16.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger