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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
62. Vortrag

5.

„Es wußte aber niemand von denen, die mit zu Tische saßen, warum er ihm dies sagte. Denn einige meinten, weil Judas den Geldbeutel hatte, sage zu ihm Jesus: Kaufe, was wir zum Feste nötig haben, oder daß er den Armen etwas geben solle.“ Es hatte also auch der Herr eine Geldkasse, und indem er die Geschenke der Gläubigen bewahrte, verwendete er sie sowohl für die Bedürfnisse der Seinigen wie für andere Bedürftige. [S. 829] Damals wurde zum ersten Mal die Form des Kirchenvermögens eingerichtet. Daraus sollen wir erkennen, das Gebot, nicht an den morgigen Tag zu denken1, sei nicht zu dem Zwecke gegeben worden, daß von den Heiligen kein Geld aufbewahrt würde, sondern daß man Gott nicht um des Geldes willen diene und nicht aus Furcht vor Mangel die Gerechtigkeit verlasse. Denn auch der Apostel sagt, auf die Zukunft bedacht: „Wenn ein Gläubiger Witwen hat, so soll er ihnen hinreichend mitteilen, damit nicht die Kirche beschwert werde, auf daß sie den wahren Witwen genügen könne“2.

1: Matth. 6, 34.
2: 1 Tim. 5, 16.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger