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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
53. Vortrag

9.

[Forts. v. [S. 775] ] Es ist also nicht zu verwundern, daß die nicht glauben konnten, deren Wille so stolz war, daß sie, die Gerechtigkeit Gottes verkennend, ihre eigene geltend machen wollten, wie von ihnen der Apostel sagt: „Sie sind der Gerechtigkeit Gottes nicht untergeben“1. Weil sie nämlich nicht vom Glauben, sondern gleichsam von Werken aufgeschwollen waren, stießen sie, durch diese ihre Eitelkeit verblendet, an den Stein des Anstoßes. So aber heißt es: „Sie konnten nicht“ ― wobei zu verstehen ist: Sie wollten nicht ―, wie es vom Herrn, unserm Gott, heißt: „Wenn wir nicht glauben, er bleibt getreu, er kann sich nicht selbst verleugnen“2. Von dem Allmächtigen heißt es: „Er kann nicht“. Gleichwie nun der Umstand, daß „Gott sich nicht selbst verleugnen kann“, für den göttlichen Willen ein Lob ist, so ist der Umstand, daß jene „nicht glauben konnten“, für den menschlichen Willen eine Schuld.

1: Röm. 10, 3.
2: 2 Tim. 2, 13.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger