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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
53. Vortrag

10.

Siehe, auch ich sage, daß diejenigen, die so hochmütigen Sinnes sind, daß sie alles den Kräften ihres Willens zuschreiben zu müssen glauben und die Notwendigkeit der göttlichen Hilfe zu einem guten [S. 776] Leben leugnen, an Christus nicht glauben können. Denn die Silben des Namens Christi und die Sakramente Christi nützen nichts, wo man dem Glauben Christi widersteht. Der Glaube an Christus aber besteht darin, zu glauben an den, welcher den Gottlosen rechtfertigt1; zu glauben an den Mittler, ohne dessen Dazwischentreten wir mit Gott nicht versöhnt werden; zu glauben an den Heiland, der gekommen ist, zu suchen und zu retten, was verloren war2; zu glauben an den, der gesagt hat: „Ohne mich könnt ihr nichts tun“3. Wer also, die Gerechtigkeit Gottes verkennend, wodurch der Gottlose gerechtfertigt wird, seine eigene aufstellen will, wodurch er als hochmütig überführt werden kann, der kann an Christus nicht glauben. Darum konnten auch jene nicht glauben, nicht weil die Menschen sich nicht zum Besseren wandeln können, sondern weil sie nicht glauben können, solange sie so gesinnt sind. Darum werden sie verblendet und verhärtet, weil ihnen infolge ihrer Leugnung der göttlichen Hilfe nicht geholfen wird. Dies hat Gott von den Juden, die verblendet und verhärtet wurden, vorausgewußt und in seinem Geiste hat es der Prophet vorausgesagt.

1: Röm. 4, 5.
2: Luk. 19, 10.
3: Joh. 15, 5.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger