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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
36. Vortrag

12.

Möge doch keinen beunruhigen, wenn er sagt: „Mein Gericht ist wahr, weil ich nicht allein bin, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat“, während er anderswo gesagt hat: „Der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohne gegeben“1. Schon bei der Erklärung dieser Worte des Evangeliums haben wir dargelegt und erinnern jetzt daran, es sei dies nicht deshalb gesagt, weil der Vater nicht dabei sein wird, wenn der Sohn richtet, sondern weil den Guten und Bösen beim Gerichte bloß der Sohn erscheinen wird in jener Gestalt, in welcher er gelitten hat, auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist. Den Jüngern nämlich, welche ihn damals auffahren sahen, machte sich eine [S. 558] Engelsstimme vernehmbar: „So wird er wiederkommen, wie ihr ihn in den Himmel habt auffahren sehen“2, d. h. in der Menschengestalt, in welcher er gerichtet wurde, wird er richten, damit auch jene Prophetie erfüllt würde: „Sie werden den sehen, den sie durchstochen haben“3. Wenn wir aber bei dem Eintritt der Gerichteten in das ewige Leben ihn sehen werden, wie er ist, wird dies kein Gericht der Lebendigen und Toten sein, sondern nur eine Belohnung der Lebendigen.

1: Joh. 5, 22.
2: Apg. 1, 11.
3: Zach. 12, 10; Joh. 19, 37.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger