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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
36. Vortrag

11.

Erwählen wir uns, Brüder, gegen die Zungen der Menschen, gegen die schwachen Mutmaßungen des [S. 557] Menschengeschlechtes Gott zum Richter, Gott zum Zeugen. Denn nicht verschmäht der Zeuge zu sein, welcher Richter ist, noch auch wird er befördert, wenn er Richter wird, weil der Zeuge zugleich Richter sein wird. Warum selbst Zeuge? Weil er sich nach keinem andern umsehen muß, um zu erkennen, wer du bist. Warum selbst Richter? Weil er selbst die Macht hat, zu töten und zu beleben, zu verurteilen und loszusprechen, in die Hölle zu stürzen und in den Himmel zu erheben, dem Teufel zu überantworten und mit den Engeln zu krönen. Da er also selbst diese Gewalt besitzt, so ist er Richter. Weil er aber, um dich kennen zu lernen, keinen andern Zeugen nötig hat, da derjenige, der dich einst richten wird, jetzt dich durchschaut, so ist keine Möglichkeit gegeben, ihn zu täuschen, wann er zu richten anfängt. Denn du kannst dir keine falschen Zeugen beigesellen, die jenen Richter hintergehen könnten, wann er mit dem Gerichte beginnt. Gott ruft dir zu: Als du mich verachtetest, sah ich dich; und als du nicht glaubtest, gab ich mein Urteil nicht preis, ich schob es auf, aber ich hob es nicht auf. Du wolltest nicht hören, was ich befohlen habe; du wirst fühlen müssen, was ich vorhergesagt habe. Wenn du hörst auf das, was ich befohlen habe, wirst du die Übel nicht erfahren, die ich vorhergesagt habe, sondern die Güter empfangen, die ich verheißen habe.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger