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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
29. Vortrag.

1.

[Forts. v. [S. 477] ] Was im Evangelium folgt und heute gelesen wurde, wollen auch wir der Reihe nach erwägen, und soweit es der Herr gibt, darüber reden. Gestern wurde bis dahin gelesen, wo es heißt, daß sie, obwohl sie den Herrn Jesus während des Festes im Tempel nicht sahen, dennoch von ihm sprachen, „und die einen sagten: er ist gut, die andern aber: nein, er verführt das Volk“1. Dies ist nämlich gesagt zum Troste derer, die später bei der Verkündigung des Wortes Gottes sein sollten „wie Verführer und doch wahrhaft“2. Denn wenn verführen soviel als betrügen heißt, so ist weder Christus ein Verführer noch seine Apostel, noch auch darf irgendein Christ ein Verführer sein; wenn aber verführen so viel heißt, als jemand durch Überreden von daher dorthin führen, so frage es sich, woher und wohin: wenn vom Bösen zum Guten, so ist er ein guter Verführer, wenn aber vom Guten zum Bösen, so ist er ein schlechter Verführer. Nach dieser Seite hin also, wo die Menschen vom Bösen zum Guten verführt werden, o möchten wir doch alle Verführer heißen und sein.

1: Joh. 7, 12.
2: 2 Kor. 6, 8.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger