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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
27. Vortrag.

1.

[Forts. v. [S. 453] ] Die Worte des Herrn im Evangelium, welche auf die vorige Rede folgen, haben wir vernommen. Darum ist eine Rede für eure Ohren und Herzen am Platze, und sie trifft auf den heutigen Tag ganz gut; sie handelt nämlich vom Leibe des Herrn, den er, wie er sagte, zu essen gebe wegen des ewigen Lebens. Er erklärte aber die Art dieser Zuerteilung und seiner Gabe, wie er sein Fleisch zu essen gebe, indem er sprach: „Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm“1. Das Kennzeichen, daß einer gegessen und getrunken hat, ist das, daß er in Christus bleibt und Christus in ihm, in Christus wohnt und Christus in ihm, so anhängt, daß er nicht verlassen wird. Dies also hat er uns in geheimnisvollen Worten gelehrt und eingeschärft, daß wir in seinem Leibe unter ihm, als dem Haupte, als seine Glieder seien, sein Fleisch essend und die Verbindung mit ihm nicht aufgebend. Aber mehrere der Anwesenden ärgerten sich darüber, weil ihnen das Verständnis fehlte; denn sie dachten, als sie dies hörten, nur an das Fleisch, was sie selbst waren. Der Apostel aber sagt, und er spricht die Wahrheit: „Fleischliche Gesinnung ist Tod“2. Sein Fleisch gibt uns der Herr zu essen, und „es fleischlich auffassen, ist Tod“, da er doch von seinem Fleische sagt, daß darin ewiges Leben sei. Also dürfen wir auch das Fleisch nicht fleischlich verstehen.

1: Joh. 6, 57 [korr.: Joh. 6, 56].
2: Röm. 8, 6.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger